Kundgebung in München-Freiham 120 Menschen bei „Zukunft statt Abtreibung“

15.10.2017

Nicht die Kinder, sondern die Probleme, mit denen vor allem Mütter zu kämpfen haben, müssen beseitigt werden: das forderte eine Kundgebung am Sonntag in München – nicht zufällig vor einem Ärztehaus, in dem auch Abtreibungen vorgenommen werden.

© SMB/Walser

München – Rund 120 Menschen haben am Sonntag in München an der Kundgebung „Zukunft statt Abtreibung. Echte Hilfe für Mütter und Kinder“ teilgenommen. Die Veranstaltung in der Hans-Stützle-Straße (Stadtteil Freiham) verlief, von einigen störenden Zwischenrufen abgesehen, ohne Zwischenfälle. Die Veranstalter, die Aktion Lebensrecht für alle (ALFA) e.V. und die Christdemokraten für das Leben (CDL) e.V. forderten dabei unmittelbar vor dem Ärztehaus „medicare Gesundheitszentrum“ den Betreiber einer darin befindlichen Arztpraxis, in der Abtreibungen vorgenommen werden, eindringlich dazu auf, sein Tun zu überdenken.

„Helfen Sie die Probleme zu beseitigen, nicht die Kinder“ forderte die Rednerin den Arzt aber auch die Teilnehmer der Kundgebung auf.  „Stellen Sie sich eine Gesellschaft vor, bei der die Nachricht einer ungewollten Schwangerschaft nicht als erstes Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes auslöst, sondern Freude auf ein Kind,“ so die Rednerin weiter.

Polizei muss nicht eingreifen

Der Betreiber der Praxis äußerte sich nicht zu der Kundgebung, eine Anfrage von mk online blieb bis Sonntag unbeantwortet. Die beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) der Landeshauptstadt München angemeldete Demonstration wurde gelegentlich von Zwischenrufen einer Passantin zu stören versucht, dies aber wurde von der Rednerin und den Teilnehmern ignoriert. Für die sechs anwesenden Polizeibeamten bestand keine Veranlassung zum Eingreifen, eine Gegendemonstration war laut KVR nicht angemeldet.

Der Autor
Georg Walser
Online-Redaktion
g.walser@st-michaelsbund.de


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