Integrations-Jubiläum 20 Jahre Selbsthilfegruppe „Von wegen Down“

24.03.2016

Lebensfreude und Menschlichkeit: das 20-jährige Bestehen der Selbsthilfegruppe „Von wegen Down“ in Garching (Dekanat Baumburg) in Gemeindebücherei gefeiert. Dabei spielte auch der FC-Bayern und ein Tor des Monats plötzlich eine Rolle.

Bürgermeister Christian Mende (von links), Landtagsabgeordneter Martin Huber, Initiatorin Rosi Mittermeier, Bundestagsabgeordneter Tobias Zech und Büchereileiterin Karin Steinhauser mit Kindern der Selbsthilfegruppe (Bild: Anwander)

Garching/Alz – Vor nunmehr zwei Jahrzehnten initiierte die Garchingerin Rosi Mittermeier im Rahmen der jährlichen „Down-Syndrom-Woche“ erstmals eine Zusammenkunft von Familien mit Kindern, die mit Down-Syndrom geboren wurden. Als betroffene Mutter war und ist es ihr ein großes Anliegen, sich für die Integration behinderter Menschen einzusetzen und den Abbau von Vorurteilen zu erwirken. Aus den damals kleinsten Anfängen heraus entwickelte sich rasch eine „große Familie“, die sich noch heute einmal monatlich in Garching trifft.

Geprägt wird die Selbsthilfegruppe von Verbundenheit und Zusammenhalt und nicht zuletzt besonders durch eine spürbare Lebensfreude. „Aus der guten Stimmung heraus entstehen immer neue Ideen“, berichtete Mittermeier. In ihrer Laudatio zum 20-jährigen Jubiläum erinnerte sie an zahlreiche gemeinsame Gesprächsrunden, Diskussionen, Film- und Themenabende und vor allem an die vielen gemeinsamen Aktivitäten der Kinder und Familien.

Absoluter Höhepunkt war der Tag beim FC Bayern in der Allianz-Arena. Große Erinnerungen wurden wach, als in einer Power-Point-Präsentation der Einlauf der Down-Kinder mit den Spielern des FC Bayern in das Stadion am „Welt-Down-Sydrom-Tag“ des vergangenen Jahres noch einmal gezeigt wurde. Und erneut rief der Elf-Meter-Treffer von Michael Freudlsperger aus Feichten, der in den Medien zum „Tor des Monats“ gekürt worden war, Begeisterungsstürme hervor.

Herzliche Dankesworte richtete Mittermeier an die vielen Unterstützer und treuen Helfer der Gruppe. Durch großzügige Spenden sei es möglich, das Programm für die Kinder entsprechend attraktiv zu gestalten. Derzeit gehören mehr als 20 Eltern mit behinderten Kindern der Selbsthilfegruppe an. Der Einzugsradius umfasst rund 50 Kilometer und erreicht Familien in Ober- und Niederbayern.

Als Gäste aus der „großen Politik“ nahmen der Bundestagsabgeordnete Tobias Zech und der Landtagsabgeordnete Martin Huber (beide CSU) an der Jubiläumsfeier teil. Huber zollte Mittermeier seinen Respekt dafür, mit welcher Selbstverständlichkeit sie die Selbsthilfegruppe leite und den betroffenen Familien eine große Stütze sei. Zech, der selbst in Garching beheimatet ist, betonte die „Superergebnisse“, die in den 20 Jahren des Bestehens bei der Integration behinderter Kinder erzielt werden konnten, und motivierte zum weiteren „Durchhalten“. (Rosmarie Anwander)


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