Jubiläum 30 Jahre Kolping Partnerschaft mit Ecuador

07.09.2019

Viele Beziehungen halten bei weitem nicht so lange: 30 Jahre lang gibt es inzwischen die Kolping-Partnerschaft zwischen München und Ecuador. Jetzt wird sie neu aufgefrischt.

Kolpinger zu Gast in Ecuador (Archiv 2017)
Kolpinger zu Gast in Ecuador (Archiv 2017) © Kolpingwerk München und Freising

München – Jahrzehntelang schon pflegen die Kolpinger im Erzbistum München und Freising eine intensive Partnerschaft mit dem Kolpingwerk in Ecuador. In dieser Zeit ist auch die Idee entstanden, dass die Kolpingjugend im Rahmen des Freiwilligendienstes „Weltwärts“ regelmäßig einen jungen Erwachsenen in das südamerikanische Land schickt, der dort ein Jahr lang Land und Leute kennenlernt und in einem Kolping-Projekt mitarbeitet. Diese auf beiden Seiten liebgewonnene Tradition erreicht nun eine neue Qualität. Denn was bislang eine Einbahnstraße von Oberbayern nach Ecuador war, bekomme nun eine Gegenfahrbahn, erklärt Jennifer Becker, die beim Kolpingwerk den Diözesanfachausschuss „Eine Welt“ leitet. Zum ersten Mal nämlich kommt in diesen Tagen ein junger Ecuadorianer nach München, um bei der Kolpingjugend im Erzbistum München und Freising ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren. Der heißt Anthony Velez Sanchez und stammt aus der Küstenregion Manabi am Pazifischen Ozean. Der 19jährige werde zunächst an einem Deutschkurs teilnehmen, bevor er dann an der Seite des Kolpingjugend-Referenten im Erzbischöflichen Jugendamt die Lebenswelt der Kolpingjugend in Oberbayern aus nächster Nähe kennenlernen wird. Sie hoffe, dass Anthony die jungen Kolpinger mit dem „Enthusiasmus, den es in Manabi gibt“, anstecken werde, erzählt Becker.

Kolping in Oberbayern und Ecuador

Die Ankunft des Ecuadorianers ist zugleich ein Vorgeschmack auf das Partnerschaftsjubiläum im kommenden Jahr. Dann wird die Freundschaft zwischen Kolping in Oberbayern und Ecuador 30 Jahre alt. Das werde man natürlich gebührend feiern, berichtet Becker. Eine Delegation des Kolpingwerks Ecuador werde im Herbst 2020 nach Deutschland kommen, um mit den Kolpingbrüdern und –schwestern zunächst das Grab von Kolping-Gründer Adolph Kolping in Köln zu besuchen. Anschließend sei eine gemeinsame Wallfahrt im Erzbistum Bamberg geplant, erzählt Becker. Danach werde es noch Begegnungen mit verschiedenen Kolpingsfamilien im Erzbistum München und Freising geben.

Aktionspaket für die Kolpingsfamilien

Zu diesen Feierlichkeiten gesellt sich noch ein weiteres Ereignis hinzu. Bereits im Oktober dieses Jahres wird Kolping International in Köln 50 Jahre alt. Ohne die Unterstützung dieses weltweit agierenden Sozialverbandes wäre die Projektarbeit in Ecuador überhaupt nicht vorstellbar, betont Becker. Kolping International beantrage öffentliche Fördermittel, berate bei der Spendenakquirierung und sorge dafür, dass die Geldmittel sicher bei den Kolping-Projekten in Ecuador ankommen. Zum 50-Jahr-Jubiläum habe Kolping International zudem ein Aktionspaket für die Kolpingsfamilien zusammengestellt. Darin enthalten sind unter anderem Vorschläge für ein Jubiläumsdinner, bei dem man die Teilnehmer gleichzeitig über die Partnerschaftsarbeit informieren kann. Und wer mag, ergänzt Becker, könne sich beim Kolpingwerk in München noch einen Referenten dazu bestellen, der den Dinnergästen auf unterhaltsame Weise die Erfolgsgeschichte der Ecuador-Partnerschaft erzählt.

Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de


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