Lange Nacht der Musik 400 Konzerte in sieben Stunden

27.04.2018

München feiert am Samstag zum 19. Mal die „Lange Nacht der Musik“. 100 Spielstätten beteiligen sich. Darunter große Konzertsälen, kleinen Kneipen und zahlreichen Kirchen.

Die Theatinerkirche beteiligt sich an der "Langen Nacht der Musik"
Die Theatinerkirche beteiligt sich an der "Langen Nacht der Musik" © imago

München – In diesem Jahr nimmt erstmals die Theatinerkirche an der „Langen Nacht der Musik“ teil. Pater Robert Mehlhart hat dort ein außergewöhnliches Programm zusammengestellt. Trompeter Martin Horbach eröffnet die Lange Nacht von der Kanzel, es folgen ein Vivaldi Konzert und die Uraufführung eines Kammeroratoriums von Jazzbassist Gustavo Brinholi. Zum Abschluss soll in der Theatinerkirche der größte Chor Münchens entstehen. Alle Besucher sind eingeladen mitzusingen, dazu wurden hunderte Liedblätter gedruckt und ein Pilotchor zusammengestellt. Auch die St. Pauls Kirche, die Erlöserkirche und St. Lukas machen bei der langen Nacht mit.

Arbeitsamt wird zum Konzertsaal

Erstmals beteiligt sich auch das Innenministerium und stellt seinen wunderschönen, überdachten Innenhof für zur Verfügung. Früher befand sich hier der wichtigste Konzertsaal der Stadt: das Odeon. Im zweiten Weltkrieg wurde er von Fliegerbomben zerstört. Am Samstag wird dort endlich wieder Musik aufgeführt. Drei Ensembles des Polizeiorchesters Bayern und Solisten des BR-Symphonieorchesters treten auf. Eine der ungewöhnlichsten Spielstätten der Nacht, befindet sich im Arbeitsamt in der Kapuzinerstraße. Im großen Veranstaltungssaal, treten die Klienten der Künstlervermittlung der Arbeitsagentur auf. Wer gerade für Firmen, Hochzeiten oder andere Veranstaltungen auf der Suche nach Musikern ist, ist dort genau richtig.

Das Ticket für die Lange Nacht der Musik am 28. April kostet 15 Euro und gilt als Eintrittskarte für alle Spielstätten. Shuttlebusse verbinden die einzelnen Spielstätten die ganze Nacht, sie alle starten am und enden am Odeonsplatz. Dort befindet sich auch ein Infozentrum.

Die Autorin
Cathrin Schreiber
Radio-Redaktion
c.schreiber@st-michaelsbund.de


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