Feier im Erzbistum 50 Jahre Katholikenrat

28.03.2019

Rund 1.200 Katholiken und Katholikinnen kommen am Samstag in der Münchner Innenstadt zusammen. Sie feiern den 50. Jahrestag der Einrichtung von Laiengremien wie Pfarrgemeinderäten im Erzbistum München und Freising.

Beginn und Ende der Feier findet im Liebfrauendom statt.
Beginn und Ende der Feier findet im Liebfrauendom statt. © SMB/Schmid

München - Das Erzbistum München und Freising feiert das 50-jährige Bestehen von Pfarrgemeinderäten und anderen Laiengremien. Am Samstag werden dazu in der Münchner Innenstadt rund 1.200 Katholikinnen und Katholiken erwartet, wie das Ordinariat am Montag mitteilte. Unter dem Leitwort "Wir geben Gottes Schwung weiter" beginnt die Veranstaltung mit einem Gottesdienst im Dom.

Workshops in der Stadt

Anschließend finden rund 100 Bildungs-, Begegnungs- und Kulturangebote statt. Im Kolpingsaal tritt am Nachmittag Kabarettist Christian Springer auf, am Vormittag Liedermacher und Autor Hubert Treml. Im Maximilianeum diskutieren Gläubige mit Abgeordneten unter dem Motto „Katholisch und politisch – geht das noch?“. Im Liebfrauendom sowie in der Jesuitenkirche St. Michael gibt es Tastführungen für Blinde und Sehende mit Augenbinde, in den Räumen des Diözesanrats der Katholiken in der Schrammerstraße wird ein „Jazzcafé über den Dächern Münchens“ angeboten. Viele Workshops bieten Anregungen für die Seelsorge in den Pfarreien, zum Beispiel für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen oder für Paare, die sich trennen, und ihre Kinder. Weitere Themen sind unter anderem Nachhaltigkeit, Ökumene, Flüchtlingshilfe, Jugendpastoral oder Gemeindeentwicklung.

Gottesdienst im Liebfrauendom

Der Festtag wird um 17 Uhr mit einem Gottesdienst im Liebfrauendom mit Kardinal Reinhard Marx abgeschlossen."Wir haben mit unseren Laiengremien ein nachahmenswertes Alleinstellungsmerkmal in der Weltkirche", betonen Kardinal Marx und der Vorsitzende des Diözesanrats, Hans Tremmel, in ihrer gemeinsamen Einladung. "Demokratisch gewählte Räte sind seit 50 Jahren nicht mehr wegzudenken aus dem kirchlichen und gesellschaftlichen Leben in unserer Erzdiözese." Die Jubiläumsveranstaltung solle die wertschätzende Rückschau mit einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft verknüpfen. 1968 wurden in der Erzdiözese die ersten Rechtsgrundlagen für die Räte in Kraft gesetzt. Seitdem werden die Mitglieder der Gremien von den Gläubigen gewählt und nicht nur vom jeweiligen Pfarrer berufen. Die maßgeblichen Impulse für diese Entwicklung kamen vom Zweiten Vatikanischen Konzil, das die Berufung jedes einzelnen Gläubigen aufgrund von Taufe und Firmung hervorhob. Bereits 2018 wurde das Jubiläum dezentral in Pfarrverbänden und Dekanaten gefeiert, der zentrale Festtag in München beschließt die Feierlichkeiten. (pm)


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