Pater Paul Schäfersküpper hört auf Abschied für Tourismusseelsorger

19.09.2013

Über 10 Jahre lang begleitete Paul Schäfersküpper die Volksfeste zwischen Augsburg und Regensburg. Neben Kindern von Schaustellern auf dem Münchner Oktoberfest, taufte der Dominikanerpater auch Löwen im Zirkus Krone. Jetzt legt er mit der Tourismusseelsorge einen Teil seiner Tätigkeit nieder.

Pater Paul mit einem Täufling beim Wiesngottesdienst im Hippodrom-Festzelt (Bild: privat)

München - Natürlich war Pater Paul Schäfersküpper stets auf dem Münchner Oktoberfest und auf dem Frühlingsfest. Daneben aber unter anderem auch beim Rosenheimer Herbstfest, auf dem Augsburger Frühjahrs- und Herbstplärrer, der Regensburger Mai- und Herbstdult, und, und, und … Er feierte Gottesdienste im Bierzelt und in der Manege, taufte dabei nicht nur Schaustellerkinder, sondern auch die weißen Löwenbabys im Zirkus Krone.

Dazu kennt er alle Kur- und Tourismuszentren der Erzdiözese. „Ja, ich war viel unterwegs“, resümiert der 64-Jährige im Gespräch bei der Münchner Kirchenzeitung. Zwischen 20.000 und 30.000 Kilometer legte er jährlich für seine Aufgabe zurück: Seit 2001 war der Dominikanerpater aus dem Münchner Konvent St. Kajetan an der Theatinerkirche Fachbereichsleiter für „Tourismus und Sport“ im Münchner Ordinariat. Dazu übernahm Schäfersküpper 2002 die zusätzliche Aufgabe als Regionalbeauftrager für Zirkus- und Schaustellerseelsorge in den Diözesen München und Freising, Augsburg und Regensburg.

Eines seiner Hauptanliegen auf diesem „Areopag für Neuevangelisierung“ – wie er sein Arbeitsfeld benennt – war, in steter Überzeugungsarbeit vor Ort zu vermitteln, dass die Pfarreien in den Ferienzentren Touristen wirklich als Gäste ansehen und annehmen. Er setzte sich für verbesserte Informationen in den Kirchen vor Ort ein, für mehr religiöse Angebote. Zum 1. Oktober legt Schäfersküpper seine Ämter nieder, wechselt vom Orden aus nach Augsburg. Ein Nachfolger soll zum September 2014 kommen. (Florian Ertl)


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