Erntedank mal anders Äpfel, Birnen und Platz für Unbezahlbares

05.10.2013

Die katholische Kirche feiert an diesem Wochenende das Erntedankfest. In St. Maximilian im Münchner Glockenbachviertel gibt’s neben der Segnung von Obst und Gemüse auch gesellschaftskritische Kunst zu erleben.

Installation "unbezahlbar" in St. Maximilian (Bild: Johannes Volkmann)

München - Für Pfarrer Rainer Schießler hat Erntedank viel mit Protest zu tun: „Es ist der Tod einer jeden Gesellschaft, wenn die Dinge des Lebens zur Selbstverständlichkeit werden“, sagte der Pfarrer von St. Maximilian dem Münchner Kirchenradio. Gerade in der heutigen Zeit und in Anbetracht der enormen Armut in anderen Teilen der Welt sei das Erntedankfest besonders wichtig. Die Menschen müssten sich daher bewusst werden, „dass all dass, was man täglich gebraucht, nicht auf Knopfdruck da ist“, so Schießler weiter.

Neben der Segnung von Obst und Gemüse ist die Kunstinstallation „unbezahlbar“ des Nürnbergers Johannes Volkmann zu sehen. Auf einer 100 Meter langen Tischtafel befinden sich eine weiße Papiertischdecke und mit Papier umhüllte Teller. Darauf können Besucher schreiben, was sie für einen „unbezahlbaren Wert“ halten. „Ich bin davon total begeistert“, sagt Kirchenpfleger Stephan Alof. Er hatte von der Kunstinstallation im Radio gehört. Sofort nahm er Kontakt mit dem Nürnberger Künstler auf und ließ sich zwei Buchbände zuschicken.

Die Installation „unbezahlbar“ ist noch bis zum 13. Oktober in St. Maximilian in der Auenstraße 1 zu sehen. (gj)

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