Schlaglichter auf die islamische Welt Alltag und Spiritualität

11.12.2017

Istanbul, Lahore, Kairo, das sind einige Stationen der Erzählungen, die aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln Begegnungen von Westlern mit dem Islam schildern und auch Erfahrungen mit dem Islam in Europa.

Der Band enthält Reiseerzählungen, in denen Menschen sich auf die Suche nach den spirituellen Ebenen in der islamischen Welt machen, aber auch eher politisch getönte Erzählungen. Christoph Peters versucht, die „Komplexität der Beziehungen“ zu zeigen, um der reflexhaften Fixierung auf einige wenige Aspekte etwas entgegen zu setzen.
Zum Einstieg erinnert der Schriftsteller mit einer neu erzählten Version der Schöpfungsgeschichte daran, dass alle Menschen auf dem Planeten zunächst fremd sind. „Alles was wir versuchen ist, irgendwie heimisch zu werden in dieser Welt“, glaubt der Autor, und dabei brauchen wir Religion.
Christoph Peters reist schon seit 30 Jahren immer wieder in islamische Länder, in Pakistan war er kürzlich zum ersten Mal. Immer wieder überrascht ihn die Unterschiedlichkeit der Länder und wie einfach und unkompliziert er sich dort bewegen kann. In seinem Buch schildert er spezielle Situationen, wie einen ersten Besuch in einer Moschee, eine Reise nach Mekka.
Den Koran hält der Schriftsteller für einen der ganz großen Texte, zwar auch „voll mit apokalyptischen Drohungen“, aber auch poetisch und zart.

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Christoph Peters über seine Erfahrungen in islamischen Ländern

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Lizzie Doron über Versöhnung in Israel

Die Autorin
Gabriele Hafner
Radio-Redaktion
g.hafner@st-michaelsbund.de


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