Wolfgang und Kurt Huber Annäherung an den Vater und Widerstandskämpfer der Weißen Rose

09.07.2018

Wolfgang Huber hat jetzt die Briefe veröffentlicht, die sein Vater, das Weiße-Rose-Mitglied Kurt Huber aus dem Gefängnis geschrieben hat. So ist er seinem Vater näher gekommen, der starb, als sein Sohn gerade einmal vier Jahre alt war...

Professor Wolfgang Huber als Dozent © privat
Professor Wolfgang Huber heute © privat

Bei der Weißen Rose denken Viele zuerst einmal an Sophie und Hans Scholl, die jung und mutig Flugblätter im Lichthof der Universität verteilt haben. Dann fallen meistens die Namen Christoph Probst, Willi Graf und Alexander Schmorell. Erst ganz weit hinten kommt der geistige Mentor und Autor des letzten Flugblattes: Professor Kurt Huber. Er war damals fast 50 Jahre alt, verheiratet und hatte zwei Kinder. Auch er wurde zum Tode verurteilt, allerdings erst zwei Monate nach der Festnahme. Hingerichtet wurde er vor ziemlich genau 75 Jahren: am 13. Juli 1943. Fünf Monate saß er also insgesamt im Gefängnis. In dieser Zeit hat er Briefe und Gedichte geschrieben. Jetzt hat sein Sohn, Wolfgang Huber, sie als Buch herausgegeben. Damals war er vier Jahre alt, heute ist er knapp 80. Bei Hauptsache Mensch redet er darüber, wie er mit Hilfe der Schriftstücke seinen Vater ein bisschen besser kennengelernt hat.

Kategorie: Hauptsache Mensch
ID: 59
Hauptkategorie: Hauptsache Mensch
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Die Autorin
Brigitte Strauß-Richters
Radio-Redaktion
b.strauss-richters@st-michaelsbund.de


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