Jordanier festgenommen Arabisch beschmierte Kirchentüren

06.12.2013

Ein Jordanier wurde in München unter dem Verdacht festgenommen, die Eingangstür der Kirche St. Michael beschmiert zu haben. Auch in Augsburg wurden drei Innenstadtkirchen auf ähnliche Art und Weise verunstaltet.

Die Münchner Michaelskirche in der Innenstadt (Bild: Sankt Michaelsbund)

München - Die Münchner Polizei hat einen 30-jährigen Jordanier unter dem Verdacht festgenommen, die Eingangstür der Kirche St. Michael beschmiert zu haben. Passanten beobachteten laut Polizeibericht, wie der Mann am Donnerstag kurz vor 15 Uhr mit weißem Hochglanzsprühlack auf arabisch "Gott ist groß, heiliger Krieg" an die Tür sprühte. Daraufhin verständigten sie eine Streife in der Nähe, die den Mann festnahm. Es handelt sich den Angaben zufolge um einen Asylbewerber, der im Regierungsbezirk Schwaben untergebracht ist.

In der Nacht zuvor waren drei Augsburger Innenstadtkirchen, darunter auch der Dom, in ähnlicher Weise mit einem weißen arabischen Schriftzug beschmiert worden. Ob es sich um denselben Täter oder Komplizen handelt, konnte die Polizei am Freitag noch nicht sagen. Ein möglicher Zusammenhang zwischen den Taten in den beiden Städten werde aber geprüft, hieß es.

Während der gesamten Kontrolle in München habe die Person auf arabisch gebetet und gesungen, so die Polizei. Als ein hinzugezogener Passant, der arabisch sprechen konnte, zum Tatverdächtigen Kontakt aufnehmen wollte, trat dieser dem Passanten in die Magengrube. Strafrechtlich muss sich der Mann nun wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung verantworten. (kna)

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