Landeskomitee der Katholiken Artenschutz geht alle an

16.07.2019

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern unterstützt die Pläne der Politik nach dem erfolgreichen Volksbegehren zum Artenschutz. "Alle sollten ihren Beitrag für die Schöpfung leisten", heißt es in einer Stellungnahme.

Das Volksbegehren "Rettet die Bienen" setzte sich für mehr Artenschutz in Bayern ein.
Das Volksbegehren "Rettet die Bienen" setzte sich für mehr Artenschutz in Bayern ein. © imago

München – Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern unterstützt den politischen Verständigungsprozess nach dem erfolgreichen Volksbegehren zum Artenschutz. Der von der Staatsregierung im Anschluss eingerichtete Runde Tisch habe "zur Versöhnung bisher gegensätzlicher Interessen geführt", heißt es in einer veröffentlichten Stellungnahme. Dieser Weg sei "ein zukunftsweisendes Beispiel, wie durch einen breiten gesellschaftlichen Dialog wesentliche Fragestellungen von Staat und Gesellschaft konstruktiven Lösungen zugeführt werden können".

Nun komme es darauf an, Gesetz und Ausführungsbestimmungen gut zu gestalten, um möglichst alle für die Umsetzung des Anliegens zu gewinnen. Das Landeskomitee plädiert in diesem Zusammenhang "für eine lebensnahe Balance aus freiwilligen Leistungen und Vorgaben". Wegen mancher verhärteter Fronten in der Debatte müssten auch Kompromisse geschlossen werden. Begrüßt wird das Vorhaben eines neuen Unterrichtsfachs.

Landwirtschaft nach ökologischen Kriterien

Um Verantwortung für die Schöpfung zu zeigen, brauche es nach Ansicht der katholischen Laien "gute Rahmenbedingungen, um die Landwirtschaft verstärkt und breit angelegt ökologisch weiterzuentwickeln". Zudem gelte es die Nachfrage nach regional erzeugten Lebensmitteln zu forcieren, damit mehr Landwirte auf eine ökologische Wirtschaftsweise umstellen können.

An die Kirche richtet das Landeskomitee die Aufforderung, die Pächter ihrer landwirtschaftlichen Flächen zur Erfüllung ökologischer Kriterien anzuhalten. Dies müsse insbesondere bei Neuverpachtungen stärker berücksichtigt werden.

Auch jeder Einzelne sei gefragt: "Es gilt, die eigenen Freizeitaktivitäten verantwortungsbewusst und ressourcenschonend zu gestalten sowie die privat und beruflich notwendigen Verkehrsmittel bewusst zu wählen." (kna/pm)


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