Weltflüchtlingstag Asylverfahren beschleunigen

20.06.2013

Der Leiter des Alveni Jugendhauses im Münchner Stadtteil Feldmoching hat anlässlich des Weltflüchtlingstags beschleunigte Asylverfahren gefordert. Die ewige Unsicherheit zermürbe die Flüchtlinge, sagte Jürgen Keil im Münchner Kirchenradio.

Das Alveni-Jugendhaus für Flüchtlinge im Münchner Stadtteil Fasanerie (Bild: Sankt Michaelsbund)

„Ich bin der Meinung, dass eine zu lange Unterbringung in einer Asylunterkunft die Leute kaputt macht“, sagte Jürgen Keil. Zudem seien viele Asylverfahren nicht fair. Viele Flüchtlinge könnten über das erlittene Unrecht oft lange nicht reden. Betroffenen müsse es deshalb ermöglicht werden, in Deutschland zu bleiben. Wegen der traumatischen Erlebnisse in der Heimat litten viele Jugendliche unter psychischen Problemen. Ganz oben an der Spitze ständen Schlafstörungen und Wutausbrüche, so Jürgen Keil, der das Jugendhaus leitet. Erstes Ziel bei der Betreuung der 47 Jugendlichen sei es, die Jugendlichen durch pädagogische Maßnahmen wie Bildung zu stabilisieren.

Der „Welttag der Migranten und Flüchtlinge“ oder „Weltflüchtlingstag“ wurde 1914 von Papst Benedikt XV. eingeführt. Seit 2001 wird er am 20. Juni begangen. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der Flüchtlinge weltweit auf 45 Millionen Menschen. (gj)


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