Sommerrätsel der Münchner Kirchenzeitung Auf Giesings Höhen

22.07.2018

Das Sommerrätsel der Münchner Kirchenzeitung fragt heuer nach Bergkirchen und -kapellen im Erzbistum. Das in Folge 3 gesuchte Gotteshaus befindet sich auf dem Giesinger Berg in München. Rätseln Sie mit und gewinnen Sie eine Flugreise nach Lourdes.

Zweimal Dekan Silberhorn: Als Kater und als Büste © Ertl/SMB

Gott zum Gruße! Gestatten Sie, dass ich mich kurz vorstelle? Mein Name ist Silberhorn, Dekan Silberhorn, um genau zu sein. Ich bin ein Kater, Europäisch Kurzhaar, ein gutes Jahr alt und wohne fast ebenso lange schon im Pfarrhaus jener Kirche, die Sie heute in der dritten Rätselfolge erraten sollen. Miauuuu. Ich bin mittlerweile so etwas wie eine lokale Berühmtheit und, ganz bescheiden ausgedrückt, der geheime Liebling der Gemeinde. Gut, also aufgepasst, allzu schwer dürfte es heute nicht werden.

Das gesuchte Gotteshaus liegt, so hat es mir mein Herrchen, der Monsignore Engelbert Dirnberger erklärt, in München, auf Giesings Höhen, wie man sagt. Tatsächlich steht der neugotische Bau, der 1886 geweiht wurde, auf dem höchst gelegenen Kirchplatz der bayerischen Landeshauptstadt. Sein 95 Meter hoher Turm überragt aufgrund seiner exponierten Lage am sogenannten Giesinger Berg die Türme des Liebfrauendoms um ein Vielfaches. Nicht weit entfernt tummeln sich übrigens echte „Löwen“, aber das ist eine andere Geschichte, und für Fußball interessiere ich mich nicht besonders, auch wenn sogar ein berühmter Kaiser dieser Sportart von hier stammte.

Architekt Georg Dollmann hat die markante dreischiffige Hallenkirche gebaut, angeregt vom damals bereits abgedankten König Ludwig I. Grund war der starke Bevölkerungszuwachs dieses Arbeiterviertels, das erst 1854 nach München eingemeindet worden war. Davor war Giesing jahrhundertelang eine eigenständige Gemeinde und nebenan stand sogar noch die alte spätromanische Dorfkirche mit Friedhof. Sie wurde zwei Jahre später kurzerhand abgerissen, schade eigentlich. Dollmann, nach dem später zu Füßen des Berges eine Straße benannt worden ist, machte sich auch einen Namen als Bauherr der berühmten Königsschlösser Ludwigs II.

Meinen stolzen Namen trage ich übrigens nicht, wie man vermuten könnte, wegen meines schmucken silbergrauen Fells, das immer gut gebürstet ist, nein, ich wurde nach Johann Nepomuk Aloys Silberhorn (1780 – 1842) benannt, von 1827 bis zu seinem Tod der erste Pfarrer der Pfarrei Giesing. Seine Büste steht bis heute im Pfarrhaus. Die U-Bahn-Station, die Anfang der 1980er Jahre unmittelbar neben meiner Kirche eröffnet wurde, trägt auch seinen Namen.

Das Gotteshaus wurde in den vergangenen Jahren äußerst aufwändig renoviert und am 23. November 2015 feierlich wieder eröffnet. Jetzt ist es ein echtes Schmuckstück, absolut sehenswert. Benannt ist die Kirche nach keinem Heiligen, sondern nach jenem Holz, an dem der Herr gehangen hat, und von dem es in einem Karfreitagshymnus recht prosaisch heißt: „Du Baum der Treue, edler Baum, dem keiner gleich, keiner so an Laub und Blüte, keiner so an Früchten reich. Süßes Holz, o süße Nägel, welche süße Last an euch … du die Planke, die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt. Du gesalbt vom Blut des Lammes, Pfosten, der den Tod abhält.“

So, das dürfte an Informationen reichen, denke ich. Ich muss jetzt auch los, ich glaube, ich werde hinter der Mauer des Pfarrgartens mal nach dem Rechten sehen, da streunen häufig Katzen herum. Miauuu.

Wie heißt die gesuchte Bergkirche?

Die Sommerzeit ist auch in diesem Jahr Rätselzeit in der Münchner Kirchenzeitung (MK). Heuer geht es hoch hinauf – zu Bergkirchen und -kapellen im Erzbistum. Wir stellen Ihnen in insgesamt sechs Rätsel-Folgen Gotteshäuser in luftiger Gipfelhöhe ebenso vor wie schmucke Sakralbauten auf flacheren Hügeln. Wer miträtselt, kann wie immer schöne Preise gewinnen. Pro Folge verlosen wir ein Dual-DAB+-Radiogerät, je einen Büchergutschein im Wert von 50 Euro und von 25 Euro, eine Filztasche, zwei Regenschirme und vier Tassen. Am Ende zieht Weihbischof Bernhard Haßlberger aus allen richtigen Einsendungen den Hauptgewinner. Für den Glücklichen und eine Begleitperson geht es dann ganz hoch hinaus: Unser bewährter Rätsel-Partner, das Bayerische Pilgerbüro, spendiert eine viertägige Flugreise nach Lourdes für zwei Personen.
Bitte schicken Sie die richtige Lösung an folgende Adresse:
Münchner Kirchenzeitung
Sommerrätsel
80326 München
Oder per E-Mail: redaktion@muenchner-kirchenzeitung.de
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der Einsendeschluss für die dritte Folge ist Donnerstag, 2. August (Poststempel).

Der Autor
Florian Ertl
Münchner Kirchenzeitung
f.ertl@st-michaelsbund.de

Dieser Artikel gehört zum Thema Sommerrätsel

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