Insolvenz des Weltbild-Verlags Aufsichtsratsvorsitzender Beer: Soziale Verantwortung für Weltbild-Mitarbeiter

Nach dem Insolvenzantrag des Weltbild-Verlags in Augsburg hat der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Beer angekündigt, die Beschäftigten nicht im Stich zu lassen. „Die erste Sorge muss den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelten“, sagte der Prälat dem Münchner Kirchenradio.

Aufsichtsratsvorsitzender Peter Beer, Aufn.: SMB

München/Augsburg - Der Aufsichtsvorsitzende des Weltbild-Konzerns, der Münchner Prälat Peter Beer, hat angekündigt, die Mitarbeiter des insolventen Medien-Unternehmens zu unterstützen: „Die Kirche bekennt sich hier klar zu ihrer sozialen Verantwortung.“ Die Bischöfe wollen schon in nächster Zeit darüber beraten, wie „soziale Härten abgefedert werden könnten“, so Beer. Konkrete Maßnahmen könnten allerdings erst nach diesen Gesprächen genannt werden.
Die jetzt in die Wege geleitete Insolvenz bezeichnete Beer als „schmerzlichen Schritt“. Das Unternehmen habe sich schon seit längerem „in schwerem Fahrwasser“ befunden. Die Branche befinde sich insgesamt in einem „fundamentalen und rasanten Veränderungsprozess“. Seien die Gesellschafter zuletzt von Sanierungskosten in Höhe von 65 Millionen Euro ausgegangen, so habe sich jetzt eine Summe von etwa 130 Millionen abgezeichnet. Dazu wäre noch ein weiterer dreistelliger Millionenbetrag für die Entschuldung des Unternehmens gekommen.

„Vor diesem Hintergrund sahen sich die Gesellschafter nicht in der Lage, in diese Finanzierung einzusteigen“, sagte Beer. (alb)


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