Ein Buch über Franz von Assisi Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben

04.10.2017

Schon wieder ein Buch über Franz von Assisi - das denkt sich vielleicht der ein oder andere. Der Titel lautet „Franziskus steht Kopf“. Ist es lesenswert?

Lesetipp für den Herbst: Franziskus steht Kopf.
Lesetipp für den Herbst: Franziskus steht Kopf. © fotolia/Syda Productions

Über wenige Heilige ist so viel geschrieben worden wie über Franz von Assisi. Der schmale Band „Franziskus steht Kopf“, dessen Vorlage ein Theaterstück ist, erweckt ihn nun wieder neu zum Leben. In bewegenden und markanten Episoden erzählen die Autoren Marco Baliani und Felice Cappa von einem jugendlichen Anführer, der irgendwann sein bisheriges und so normales Leben eines mittelalterlichen reichen Kaufmannssohnes auf den Kopf stellt.

Von vielen für verrückt erklärt, steckt Franziskus dennoch andere mit seiner begeisternden gläubigen Wahrhaftigkeit an und inspiriert Menschen seiner Zeit bis hinauf zum Papst. Ganz unmittelbar wird der Leser in die Geschichte hineinversetzt, wozu sicher auch beiträgt, dass im Text gleichsam Zuschauerkommentare enthalten sind, die sich zu den jeweiligen Szenen äußern. So wird das Leben des Heiligen auch eine Anfrage an das eigene!

Die Schlaglichter, die auf Franziskus geworfen werden, können dank einer übersichtlichen Zeittafel und einer Landkarte hinten im Buch gut eingeordnet werden. Durch die flotten und humorvollen Zeichnungen gewinnt das Taschenbuch zusätzlich an Reiz und kann für jeden Bestand sehr empfohlen werden. (Susanne Elsner)

Franz von Assisi

Franziskus hatte eine Vision, so dass er sein Soldatenleben aufgab und nach Assisi zurückehrte. Dort verzichtete er auf sein Erbe und verlässt endgültig seine wohlhabende Familie. Sein Leben stand von dem Moment an im Zeichen der Armut. Er gründet den Orden der Minoriten, der Minderbrüder. Daraus entstand später der erste Franziskanerorden. Papst Innozenz III. erlaubte ihm als Laie zu predigen. Es entstanden immer mehr Franziskanerklöster. Auf Franziskus geht auch die erste bezeugte Stigmatisierung in der Kirchengeschichte zurück. Er starb 1226. Zwei Jahre nach seinem Tod wurde er von Papst Gregor IX. heilig gesprochen.


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