Sommerrätsel der Münchner Kirchenzeitung Barocke Schönheit gesucht

08.07.2018

Das Sommerrätsel der Münchner Kirchenzeitung fragt heuer nach Bergkirchen und -kapellen im Erzbistum. Das in Folge 2 gesuchte Gotteshaus ist aus der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ bekannt. Rätseln Sie mit und gewinnen Sie einen Flugreise nach Lourdes.

Die gesuchte Bergkapelle ist ein beliebter Ort für Hochzeiten und Taufen. © Berger

Sanft raschelt das Schilfrohr an den Ufern eines Bergsees nahe der Gemeinde Mittenwald (Dekanat Werdenfels). Zwischen den Grashalmen zirpen unzählige Grillen um die Wette. Eine grasende Ziegenherde erfüllt die Luft mit dem Klingeln der Glocken, die die Tiere um den Hals tragen. Mitten in diesem Idyll ruht auf einer Erhebung eine kleine Kapelle mit zartrosa gestrichener Fassade. Fast filigran fügt sie sich ein in die Landschaft und wird dabei im Hintergrund flankiert von Wettersteingebirge und Karwendel. Nadelbäume wie Fichten und Lärchen bestimmen hier vorrangig die Flora, nur eine einzelne Rotbuche vertritt neben dem kleinen Gotteshaus ihre Art.

Die Bergkapelle, die auf etwa tausend Höhenmetern liegt, zieht in der warmen Jahreszeit viele Wanderer an. Für Autos ist der See gesperrt. Er ist nur mit einem Linienbus zu erreichen. Wer sich aber bewegen möchte, startet am Kranzberg. Dort geht man entweder hinauf oder fährt mit dem Sessellift und steigt dann über den Berggasthof Sankt Anton wieder hinunter zum See. Oder man spaziert von der Talstation direkt über das Latscheneck hinüber. Wahlweise ist dieser aber auch über das Laintal zu erreichen.

Auf diesem Weg passiert man ein Kreuz, an dem der Gebirgstrachtenverein Mittenwald einst seine Gedenkmessen abhielt. Zu Ehren der gefallenen und verstorbenen Mitglieder beschloss man Anfang der 90er Jahre, zusätzlich die gesuchte Kapelle zu errichten. „Die Mitglieder des Vereins haben alles komplett selbst gebaut“, erinnert sich der erste Vorstand Franz Lipp.

Luftiges Erscheinungsbild

Die farbenfrohen Malereien, die man an der Decke bewundern kann, stammen von Sebastian Pfeffer, einem bekannten Mittenwalder Lüftlmaler. Sie stellen die 14 Nothelfer dar. Die Planung, die Stuckarbeiten und die figürlichen Darstellungen aber oblagen seinem Sohn, dem Bildhauer Stephan Pfeffer. Die barocke Bauweise soll an das frühere Stadtbild Mittenwalds erinnern. Mit ihrem luftigen Erscheinungsbild wollte der Künstler die Kapelle außerdem unaufdringlich in die Umgebung einfügen. „Ich habe mich extra für eine offene Bauweise mit einem Vorraum auf zwei Säulen entschieden“, verrät er. Pfeffer wollte darüber hinaus, dass Besucher zu jeder Zeit einen freien Blick auf den Altar haben. Deshalb ist das Heiligtum nur durch ein schmiedeeisernes Tor geschützt.

Von den Figuren um den Altar scheint ein geheimnisvolles Leuchten auszugehen. Zwei große Schutzengel in hellem Weiß mit goldenen Applikationen bilden stützende Säulen zu beiden Seiten. Zwischen ihnen macht eine zarte Heiligenfigur, der die Kapelle namentlich gewidmet ist, den Anschein zu schweben.

„Wegen ihrer wunderschönen Lage ist die Bergkapelle sehr begehrt für Hochzeiten und Taufen“, erklärt Lipp. „Der Gebirgstrachtenverein hält hier die Maiandacht, das Patrozinium und die Gedenkmesse ab.“ Einmal im Jahr geht es aber richtig rund im Bergidyll. Dann findet dort der Mittenwalder Georgiritt statt, zu dem sich der halbe Ort und viele Touristen versammeln. Zu einer kleinen Berühmtheit wurde das Bauwerk durch die ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“, in der es in der ein oder anderen Sequenz zu sehen ist. (Beate Berger)

Also: Wie heißt die besagte Kapelle?

Die Sommerzeit ist auch in diesem Jahr Rätselzeit in der Münchner Kirchenzeitung (MK). Heuer geht es hoch hinauf – zu Bergkirchen und -kapellen im Erzbistum. Wir stellen Ihnen in insgesamt sechs Rätsel-Folgen Gotteshäuser in luftiger Gipfelhöhe ebenso vor wie schmucke Sakralbauten auf flacheren Hügeln. Wer miträtselt, kann wie immer schöne Preise gewinnen. Pro Folge verlosen wir ein Dual-DAB+-Radiogerät, je einen Büchergutschein im Wert von 50 Euro und von 25 Euro, eine Filztasche, zwei Regenschirme und vier Tassen. Am Ende zieht Weihbischof Bernhard Haßlberger aus allen richtigen Einsendungen den Hauptgewinner. Für den Glücklichen und eine Begleitperson geht es dann ganz hoch hinaus: Unser bewährter Rätsel-Partner, das Bayerische Pilgerbüro, spendiert eine viertägige Flugreise nach Lourdes für zwei Personen.
Bitte schicken Sie die richtige Lösung an folgende Adresse:
Münchner Kirchenzeitung
Sommerrätsel
80326 München
Oder per E-Mail: redaktion@muenchner-kirchenzeitung.de
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der Einsendeschluss für die erste Folge ist
Donnerstag, 19. Juli (Poststempel).


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