Erzbistum München und Freising Basis für umfassenden Strategieprozess gelegt

18.07.2019

Wie sieht Seelsorge in Zukunft aus und mit welchem Personal? Nicht nur darüber hat sich Kardinal Reinhard Marx mit 50 Vertretern aus dem Erzbistum ausgetauscht.

Blick auf den Münchner Dom
Blick auf den Münchner Dom © SMB/Schmid

München – Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat sich in einem Hearing mit 50 Vertreterinnen und Vertretern aus allen wichtigen Gremien des Erzbistums München und Freising ausgetauscht. Nach Angaben der Pressestelle des Ordinariats ging es in der dreieinhalb Stunden dauernden Unterredung unter anderem um die Entwicklung einer Personalstrategie für das Jahr 2030, Seelsorgekonzepte, Leitungsmodelle für Pfarrverbände und Strukturfragen.

Arbeit im Sinne Jesu

Das Hearing sollte den Angaben zufolge die Verantwortlichen über die Vielzahl der parallel seit Jahren laufenden Projekte auf einen gemeinsamen Wissensstand bringen. Marx sagte im Anschluss, es sei gut gewesen, einen Überblick zu gewinnen. Wichtig sei nunmehr ein "kohärenter Prozess". Dieser müsse die wichtigste Frage beantworten: "Wo ist die Idee, wie vermitteln wir unser Anliegen der Öffentlichkeit, wo ist die Begeisterung?" Bei allen technischen und organisatorischen Details gehe es im Kern darum: "Dient unsere Arbeit dem, was Jesus will?"

Der externe Moderator der Zusammenkunft, der Münchner Sozialwissenschaftler Egon Endres, bezeichnete die vorgestellten Projektergebnisse als "Steilvorlage für einen umfassenden Strategieprozess". Für die Leitung des Erzbistums bestehe nun die große Herausforderung darin, "die verschiedenen Anspruchsgruppen angemessen zu beteiligen". Beeindruckt habe ihn die Energie und Identifikation insbesondere bei den Vertretern der katholischen Jugendverbände und des Diözesanrats. (kna)


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