Mini-Lichtmess in Sankt Benno Basteln, Bewegung und Gottesdienst feiern

03.02.2020

220 Ministranten aus den Pfarreien des Erzbistums München und Freising treffen sich zu Mini-Lichtmess und gingen der Frage nach, was sie zum Leuchten bringt.

Higlight von Mini-Lichtmess: die Prozession durch die dunkle Kirche Sankt Benno
© SMB/sschmid

München - In der Küche formen fünf Mädchen Marzipankugeln und tauchen sie in flüssige Schokolade, eine wunderbar leckere Sauerei. Nebenan füllen Kinder und Jugendliche Vogelfutter in Luftballons. Daraus werden Jonglierbälle. Im Großen Saal ist die Schlange besonders lang. Hier können die Mädchen und Buben auf einer aufblasbaren Matte, ähnliche einer Hüpfburg, an elastischen Bändern um die Wette laufen.                                

Großer Andrang bei Mini-Lichtmess

Es ist auch in diesem Jahr wieder richtig was los bei Mini-Lichtmess in Sankt Benno. 220 Ministranten aus dem ganzen Erzbistum sind gekommen um hier zusammen zu spielen, zu basteln und zu feiern. Beginn ist schon fast traditionell mit einem großen Massen-„Fli-Fla-Flu“ oder „Schere-Stein-Papier“, bei dem die Kinder und Jugendlichen erste Kontakte knüpfen. Dann geht es in die rund 15 Workshops. Ob Bewegung, basteln oder einfach am liebevoll aufgebauten, künstlichen Lagerfeuer sitzen und Lieder singen – für jeden ist etwas dabei.

Organisiert wird Mini-Lichtmess on der Katholischen Jungen Gemeinde im Erzbistum München und Freising. Andreas Spöttl, ihr geistlicher Leiter, steht in der Küche an der Fritteuse und bereitet am laufenden Band frische Pommes für die Teilnehmer zu. Er freut sich über den großen Andrang bei Mini-Lichtmess: „Es sind aus allen drei Seelsorgsregionen Ministranten gekommen. Die Jugendlichen in den Pfarreien sind unsere Zielgruppe und natürlich sind da die Ministrantinnen ein entscheidender Teil. Deshalb möchten wir auch Pfarrjugenden ansprechen, die vielleicht nicht in der KJG organisiert sind. Dies ist eine schöne Möglichkeit für sie über ihren Pfarrverband hinaus andere Ministrantinnen kennenzulernen.“

Leuchtender Gottesdienst

Höhepunkt und zugleich Abschluss von Mini-Lichtmess ist der Gottesdienst mit Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg in der Kirche Sankt Benno. „Was bringt Dich zum Leuchten?“ ist die zentrale Frage der Feier. Der Weihbischof dankt den Kindern und Jugendlichen, die alle ihre Mini-Gewänder angezogen haben, für ihren großen Einsatz, den sie Woche für Woche in ihren Heimatpfarreien am Altar leisten.

Dann erzählt er von seinem etwas längerem Weg zu seiner Berufung und der Suche nach seinem Talent und dem was ihn zum Leuchten bringt. Anschließend bekommt jeder einen Papierstern, auf den er schreiben darf, was er besonders gut kann und was ihn zum Leuchten bringt. Bei manchen ist das „Fußball spielen“, bei anderen steht da „Mich bringt zum Leuchten, dass ich ein so fröhlicher Mensch bin.“

Hell erleuchtet wird auch die Kirche, als zum Abschluss des Gottesdienstes 220 Ministranten mit Teelichtern in den Händen zusammen mit dem Weihbischof eine lange Prozession machen. Fast einmal rund um das Kirchenschiff reicht die Menschenschlange. Für viele Ministranten das absolute Highlight bei Mini-Lichtmess. „Es war wunderschön, wie viele Ministranten eine so große Kirche zum Leuchten bringen“, meint die zehnjährige Romy. Und sie fügt hinzu: „Es ist gut zu sehen, dass in vielen anderen Pfarreien andere Kinder und Jugendliche Ministrieren genauso cool finden, wie wir in Sankt Michael-Lochhausen.“

Die Autorin
Stefanie Schmid
Radio-Redaktion
s.schmid@st-michaelsbund.de


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