Winterspiele 2022 Bayerischer Sportpfarrer für Münchner Olympiabewerbung

08.11.2013

Am Sonntag fällt die Entscheidung, ob München sich für die Winterolympiade 2022 bewirbt. Sportpfarrer Martin Cambensy wird dafür stimmen. Ihm geht es vor allem um die Sportler, denen man ein solches Großereignis in der Heimat nicht einfach vorenthalten darf.

München und die vorgesehenen Austragungsorte entscheiden am 10. November über die Olympiabewerbung (Bild: imago)

München - Der Beauftragte der Freisinger Bischofskonferenz für Kirche und Sport, Martin Cambensy, hat sich dafür ausgesprochen, dass München Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2022 wird. Er werde beim Bürgerentscheid am kommenden Sonntag für die Bewerbung stimmen, sagte der Münchner Pfarrer im Münchner Kirchenradio. Aus christlicher Sicht spreche für die Olympiabewerbung, dass Bayern und Deutschland sich bei der Winterolympiade als Gastgeber zeigen können. Gerade in einer Zeit, in der es immer wieder fremdenfeindliche Tendenzen in der Bevölkerung gibt, sei es wichtig, solche Signale zu setzen. Er verstehe es aber auch, wenn die Menschen Olympia in Oberbayern wegen finanzieller Risiken oder der Umweltzerstörung ablehnten, versicherte Cambensy. Die Gewissensentscheidung der Wähler müsse respektiert werden. Der Sportpfarrer rät allen Stimmberechtigten, sich auch einmal in die Denkweise der anderen hinein zu versetzen und zu prüfen, was das Gute an der Argumentation der Gegner oder der Befürworter ist. „Vielleicht tut man sich dann auch leichter mit einer eigenen Entscheidung“.

Cambensy begründete seine Zustimmung mit den Erfahrungen, die er bei bisherigen sportlichen Großereignissen in Bayern gemacht hat. Die Begeisterung etwa bei der Biathlon-WM in Ruhpolding oder der Ski-WM in Garmisch sei großartig gewesen. Er finde es sehr schade, dass es bei der Diskussion um die Olympiabewerbung nie um den Sport an sich gegangen sei. Man sollte gerade den jungen Sportlern nicht die Möglichkeit nehmen, ein solches Großereignis in der eigenen Heimat zu erleben. Als Sportpfarrer stehe er in dieser Hinsicht an der Seite der Sportverbände, die schauten, dass der Sportbetrieb möglichst gut läuft. (ph)


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