Kardinal Marx feierte Andechser Dreihostienfest Begegnung mit Jesus befreit

28.09.2014

Kardinal Reinhard Marx hat am Samstag in Andechs das Dreihostienfest gefeiert. An dem knapp zweieinhalbstündigen Festgottesdienst nahmen viele Fahnenabordnungen teil. Das Wallfahrtsfest ist eines der ältesten auf dem Heiligen Berg.

Kloster Andechs (Bild: magann - Fotolia)

Andechs - Mit mehreren hundert Gläubigen hat der Münchner Kardinal Reinhard Marx am Samstag in Andechs das Dreihostienfest gefeiert. In seiner Predigt unterstrich der Kardinal die befreiende Wirkung der Begegnung mit Jesus in der Eucharistie: "Sie befreit von Selbstsucht, Narzissmus und von der Angst, dem eigentlichen Urgrund der Sünde." Diese Begegnung könne und werde jeden Gläubigen sowie die Kirche als Ganze wandeln.

Das Dreihostienfest ist eines der ältesten Wallfahrtsfeste auf dem Andechser Berg. Viele Fahnenabordnungen nahmen an dem knapp zweieinhalbstündigen Festgottesdienst teil. Anschließend zog eine Prozession mit der zehn Kilogramm schweren Dreihostienmonstranz um die Kirche. Dabei wurde an zwei festlich geschmückten Altären Station gemacht. Auch die Vorgänger von Marx im Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann und Erzbischof Robert Zollitsch, waren schon Gäste beim Dreihostienfest.

Die in Andechs aufbewahrten jahrhundertealten drei gesegneten Hostien sollen auf die Päpste Gregor den Großen (540 bis 604) und Leo IX. (1002 bis 1054) zurückgehen. Sie kamen im 12. Jahrhundert aus Rom über Bamberg auf die Andechser Burg. Etwa seit dieser Zeit ist auch die Andechser Wallfahrt bezeugt. Nach der Zerstörung der Burg um 1248 galten die drei Hostien wie der restliche Klosterschatz mehr als 100 Jahre lang als verschollen. Ihre Wiederauffindung 1388 erregte großes Aufsehen. Herzog Ernst von Bayern förderte nach kurzer Unterbrechung im 14. Jahrhundert erneut die Wallfahrt und die Seelsorge auf dem Heiligen Berg. Sein Sohn Herzog Albrecht II. stiftete das Kloster. (kna)


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