Lux Aeterna in Sankt Margaret Beleuchtete Musik

15.11.2014

Lux Aeterna ist eine Musik-Lichtinstallation, die am Sonntag in Sankt Margaret in Sendling erlebbar wird. Die Kirche wird zu den Musikstücken illuminiert, wodurch ein völlig neues Hörerlebnis entsteht.

Lux Aeterna (Bild: Christian Bischof)

München-Sendling - Durch rund 100 verschieden farbige Scheinwerfer sowie Spezialeffekte wie Projektoren und Nebelmaschine werden Musik und Text in Sankt Margaret „ins rechte Licht geru?ckt“. Gespielt wird dabei Morten Lauridsens „Lux aeterna“, eine Komposition aus dem Jahr 1994, die kaum den klanglichen Erwartungen an zeitgeno?ssische Musik entspricht. Sein textliches Anliegen ist der Vergleich des Wirken Gottes auf Erden mit dem Licht, seine Komposition fu?r Chor und Orchester ist eine textliche Melange aus Hymnen, Sequenzen und Fragmenten des Kirchenjahres. Das „Ewige Licht“ zieht sich als mehr oder weniger roter Faden durch das Leben des Menschen und erlischt selbst im Tode nicht.

Außerdem wird das Requiem op. 48 von Gabriel Faure? aufgeführt. Dieser schrieb 1902 u?ber sein Werk: „Mein Requiem ... dru?cke nicht den Schrecken des Todes aus, sagte man mir, jemand nannte es vielmehr ein Wiegenlied des Todes. So sehe ich den Tod: als eine freudvolle Erlo?sung, eine Erwartung von Glu?ckseligkeit jenseits des Grabes, nicht als eine schmerzvolle Erfahrung“.

Die Idee zur „Lux Aeterna“ hatte Kirchenmusiker Christian Bischof. Er erzählt, dass er während seiner Studienzeit selbst einmal ein solches Konzert im Würzburger Dom erlebt hat. Dieses habe ihn 13 Jahre lang nicht mehr los gelassen und es sei ihm immer klar gewesen, dass er selbst einmal so etwas umsetzen möchte. Die Kirche Sankt Magaret mit ihren vielen weißen Wänden eigne sich hervorragend dazu. Durch die Lichteffekte entstehe ein völlig neuer Raumeindruck, Architektur könne anders wahrgenommen werden, sagt Bischof.

Außerdem werde die Musik somit für den Zuhörer erlebbar – er werde gleichzeitig zum Zuseher. Im Zusammenspiel von Licht, Musik und Wort soll dem Publikum ein neuer Weg zur geistlichen Musik erschlossen werden. Durch die moderne Technik werde Musik eindrucksvoll visualisiert, die mit Klang gefu?llte Kirche mit seiner ganzen Architektur neu ausgeleuchtet und dadurch auch neu gesehen. Durch die Anregung des Auges beim Ho?ren von Musik entstehe zudem ein vollkommen anderes Ho?rerlebnis: Texte, musikalische Nuancen wu?rden dabei oft bewusster wahrgenommen. Der Zuho?rer werde zum Zuschauer von Musik, Musik zum sinnenhaften Erlebnis. (sts)


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