Klimakrise Benedikt for future

13.11.2019

Welche Auswirkungen die Fridays for future Bewegung auf Schulen haben kann, zeigt das Beispiel des elfjährigen Benedikt. Der sorgt für mehr Umweltbewusstsein an seinem Gymnasium.

Benedikt wacht über die Mülltrennung in seiner Klasse
Benedikt wacht über die Mülltrennung in seiner Klasse © SMB/Hasel

Benedikt Hasel kennt die „Fridays for future“-Bewegung bislang nur aus dem Fernsehen. Der Einsatz der Kinder und Jugendlichen für die Umwelt hat den Elfjährigen so sehr beeindruckt, dass er sich nun in seiner Klasse als Öko-Beauftragter engagiert. Wir haben mit dem Fünftklässler am Münchner Michaeli-Gymnasium über sein neues Amt gesprochen.

mk online: Wie bist du Öko-Beauftragter in deiner Klasse geworden?
BENEDIKT: Meine Klassenlehrerin hat am Anfang des Schuljahres im Unterricht gefragt, wer von uns gerne Öko-Beauftragter werden möchte. Da habe ich mich zusammen mit meinem Freund Julius gemeldet. Danach gab es gleich Blätter mit Informationen über die Aufgaben des Öko-Beauftragten. Später haben sich dann alle Beauftragten an der Schule mit dem Lehrer getroffen, der die Umwelt-AG leitet. Mit ihm haben wir dann genau besprochen, was wir als Öko-Beauftragte alles tun können.

mk online: Was sind Deine Aufgaben als Öko-Beauftragter?
BENEDIKT: Ich muss während des Unterrichts die Lehrer darauf hinweisen, dass sie den Laptop oder die Dokumenten-Kamera ausschalten, wenn sie sie gerade nicht brauchen. Und ich soll darauf achten, dass der Müll im Klassenzimmer richtig getrennt wird in Papier-, Plastik- und Restmüll. Wenn es draußen kalt ist, schaue ich auch, dass die Fenster immer geschlossen sind. Wenn die Heizung an ist, soll nur stoßgelüftet werden. Da bleibt mehr Wärme im Zimmer und dadurch hat unsere Schule dann auch einen geringeren CO2-Ausstoß. Das Geld, das wir beim Heizen einsparen, soll später in irgendeiner Form an die Klassen weitergegeben werden.

Audio

Öko-Beauftragter Benedikt

Münchner Kirchenradio

mk online: Folgen Deine Klassenkameraden Deinen Anweisungen?
BENEDIKT: Die finden das eigentlich ganz gut, dass ich mich darum kümmere. Und wir produzieren eigentlich gar nicht so viel Müll. Trotzdem fällt das Mülltrennen einigen Mitschülern noch schwer. Da sage ich dann schon ab und zu, dass sie besser darauf achten sollen. Und die machen das dann auch.

mk online: Willst du dein Öko-Engagement noch weiter ausbauen?
BENEDIKT: Ja, weil das mit der Klimaerwärmung finde ich nicht so gut. Vielleicht mache ich später einmal in der Umwelt-AG mit. Und ich habe mir fest vorgenommen, mit meinem Freund Julius zur nächsten „Fridays for future“-Demo zu gehen.

Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Umweltschutz

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