Umweltschutz Bienen kreativ schützen

08.06.2018

Eine blühende Zukunft steht dem Pfarrheim in Vagen bevor: Dank des Einsatzes der "Laudato Si-Gruppe" und der Firmlinge fühlen sich dort in einer bunten Wiese nicht nur die zweibeinigen Besucher wohl, sondern auch geflügelte kleine Gäste sind herzlich willkommen.

Mit viel Liebe haben die Firmlinge das Bienenhotel bemalt.
Mit viel Liebe haben die Firmlinge das Bienenhotel bemalt. © Jeannette Wolf

Vagen – Mit den Bienen meint es die Pfarrei in Vagen (Dekanat Bad Aibling) gut: Zu dem Blühstreifen, den im vergangenen Jahr die „Laudato Si-Gruppe“ der Gemeinde mit Hilfe von Firmlingen angelegt hatte, gesellte sich nun ein Wildbienenhotel. Den heimischen Bienen in den Gärten einen blühenden Grünstreifen zu bieten, darum geht es den Initiatoren nach wie vor. Bald können sich die Besucher des Pfarrheims, die zweibeinigen wie auch die mit Flügeln, an der bunten Blütenpracht erfreuen.

Die Vagener Kirchenverwaltung stellte für die Aktion 2017 ein geeignetes Grünflächenstück zur Verfügung. Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham spendete auch dieses Jahr die Blumensamen. Uta Steger, Initiatorin des Projekts, freute sich mit Andrea Steiner und Nadja Schmid, alle drei Mitglieder der „Laudato Si-Gruppe“, über die Hilfe der 2017 gefirmten Jugendlichen Johanna Brunnhuber, Julia Wolf und Benedikt Steger. Auch Josefine Steiner, die heuer gefirmt wird, packte mit an. Tatkräftig bemalten sie das Bienenhotel samt Aufsteller in leuchtenden Farben, lockerten den Grünstreifen auf und säten neue Blumen. Ein besonderer Dank ging an Konrad Steger senior für die Spende des von ihm gebauten Bienenhotels. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob die Saat aufgeht.

Initiativen für Insekten sind gefragt

Der Diözesanrat ermutigt Pfarreien, zum Schutz von Bienen und Insekten bewusst auf Kirchengrund Blumen und Kräuter wachsen zu lassen. Auch einige Landkreise haben dazu Initiativen gestartet, wie etwa in Ebersberg. Dort wird zum Beispiel angeregt, Blühmischungen mit den typischen Kräutern für die Kräuterbuschen an Mariä Himmelfahrt auszusäen. (woj/kbr)

 

Diözesaner Nachhaltigkeitstag

Zu einem Diözesanen Nachhaltigkeitstag unter dem Motto „verantworten.verändern“ laden das Erzbistum mit seiner Stiftung Bildungszentrum, der Diözesanrat, die Abteilung Umwelt des Ordinariats und die Katholische Erwachsenenbildung erstmals am Samstag, 23. Juni, ein. Der Tag im Hauptgebäude des Ordinariats in München (Kapellenstraße 4) beginnt nach der Begrüßung um 10 Uhr mit dem Einstiegsvortrag „Last der Verantwortung – Freude des schöpferischen Wirkens – Hoffnung auf Vollendung“ von Pater Andreas Gösele SJ, Dozent für Sozialethik, Logik und Grundlagen der Sozialwissenschaften an der Hochschule für Philosophie in München. Die mögliche Rolle der Kirche bei der notwendigen Veränderung beleuchtet Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer beim Verein „Germanwatch“ in Bonn. Den Teilnehmern steht außerdem ein vielfältiges Angebot an Workshops offen, unter anderem zu Biodiversität auf Kirchengrund, Finanzanlagen in Klimaverantwortung, Bergspiritualität und vielem mehr. Generalvikar Prälat Peter Beer gestaltet mit den Teilnehmern um 16.15 Uhr den spirituellen Abschluss. Der Tag richtet sich an Engagierte in pfarrlichen Greminen, Verbänden, Umwelt- und Eine-Welt-Gruppen, an Hilfswerke, Orden, Mitarbeiter des Ordinariats und der Caritas, pastorale Mitarbeiter, Bildungseinrichtungen und Interessierte. Anmeldung bis 12. Juni und Infos unter Telefon 08161/181-2177 und beim Bildungszentrum Freising.

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Umweltschutz

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