Eine Missbrauchsbetroffene erzählt Blütentränen

21.02.2019

Agnes Wich wurde als Mädchen von einem katholischen Priester missbraucht – und unterstützt heute die Kirche dabei, Kinder zu schützen.

Agnes Wich trägt 2018 bei der Uraufführung der szenischen Komposition „Transformation“ in der Kirche St. Ignatio in Rom ihr Gedicht „Blütentränen“ vor. © Kiderle

Das Gedicht erzählt von einem Kind, das unter blühenden Mandelbäumen wandelt. Von zarten Blütenblättern, die im Wind tanzen und nach denen das Mädchen seine kleinen Hände streckt: „Ein Totentanz – sterbend wie das Kind.“

„Blütentränen“ ist der Titel des Gedichts. Seine Zeilen fassen wie eine Essenz die hunderten Seiten zusammen, die Agnes Wich in den vergangenen Jahrzehnten geschrieben hat. Um das zu verarbeiten, was ihr als Kind widerfahren ist: Mit neun Jahren wurde sie von einem katholischen Priester vergewaltigt.

Damit auch andere sprechen können

Die zierliche 60-Jährige in altrosafarbenem Pullover ist heute in die Redaktion gekommen, um ihre Geschichte zu erzählen. Dazu breitet sie einige ihrer Texte vor sich auf dem Tisch aus. Deren Struktur gibt ihr Sicherheit, so kann sie immer wieder auf sie zurückgreifen. „Ich habe sehr lange im Schweigen gelebt“, stellt sie mit großer Klarheit in der Stimme fest. Eine ruhige Stärke geht von ihr aus. Jetzt aber will sie sich zeigen, mit vollem Namen für die Problematik sensibilisieren. „Auch damit andere Betroffene erfahren, dass weltweit – oder direkt in der Nachbarwohnung – viele andere ähnliche Schrecken erleiden müssen, damit auch sie, wenn möglich, sprechen können.“ Und für alle, die es nicht mehr können, weil sie als Ausweg den Tod gewählt haben.

„Ich war ein sehr quirliges Kind. Ich bin gerne zur Schule gegangen, war eine fleißige Schülerin und sehr gläubig“, beginnt Wich ihre Schilderung. Geboren ist sie im Fränkischen. Als sie drei Jahre alt ist, zieht die Familie in eine oberbayerische Kleinstadt. „Ich wurde streng katholisch erzogen. Zu beten und in die Kirche zu gehen, gehörte bei uns einfach dazu.“ Die Familie ist fest in die Pfarrei eingebunden, Agnes? Brüder ministrieren. Für das Mädchen selbst ist Gott „mein Ein und Alles, das Existentiellste, denn er hat mir das Leben geschenkt“. Ihr Schutzengel, von dem die Oma immer erzählt, ist für das naturverbundene Kind ein enger Begleiter.

„Priester waren unfehlbar“

„Doch dann veränderte sich etwas“, fährt Wich leise fort. „Ich muss jetzt tiefer eintauchen, um die Erinnerung hervorzuholen“, erläutert die Sozialpädagogin, die sehr reflektiert über sich spricht. In der dritten Klasse bekommt sie einen Religionslehrer, einen Benefiziaten, in Agnes? Erinnerung ein riesiger Mann, und das Klima wandelt sich. „Er war ein Machtmensch, hat die Klasse dirigiert, beherrscht.“ Dennoch bewundern die Kinder den Geistlichen: „Priester waren geachtet, sozusagen unfehlbar.“ So zögert die Schülerin nicht, als er sie eines Tages in sein Haus einlädt. Sie weiß noch genau: „Es war Frühling, vor dem Haus und um die Kirche standen blühende Mandelbäume.“ Er vergeht sich an dem Mädchen. „Ich habe innerlich nach Gott gerufen, um Hilfe geschrien. Doch Gott hat nicht geholfen, auch mein Schutzengel war weg – alles war weg“, blickt Wich zurück. „Von da an war mein Leben nicht mehr mein Leben, es war völlig zersplittert.“

Sonst spricht Wich fast druckreif – sei es bedingt durch ihren Beruf oder die schriftliche Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit. Jetzt, wenn sie über ihre schlimmsten Erinnerungen redet, zögert sie, sucht nach Worten. „Wenn ich das beschreibe, beginnen sich Bilder von damals über die Gegenwart zu legen.“ Sie hat gelernt, damit umzugehen: „Ich stabilisiere mich, schaue auf meine Kräfte, um dann zu erzählen.“ Heute, nach fast 50 Jahren, kann sie es.

„Es gab keinen Gott mehr“

Dunkle eineinhalb Jahre lang holt der Priester Agnes immer wieder in sein Haus. Wenn er in den Religionsunterricht kommt oder das Kind in die Messe gehen „muss“, ist alles von einem Nebel umgeben, eine Tortur, „weil für mich alles Lüge war, es gab keinen Gott mehr“. Im Alltag funktioniert das Mädchen „irgendwie“, unterstützt durch den konsequenten Tagesablauf der Familie. Sie fügt sich automatisch darin ein, ohne zu reflektieren oder Widerstand zu leisten: „Es ist kein Wille mehr da, keine Energie, kein Aufbäumen.“

Von einem Tag auf den anderen meldet sich Agnes in der Schule nicht mehr, ihr Schriftbild verändert sich. Sie fängt an, nachts einzunässen – für die Kleine unerträglich. Oft hat sie starke Kopfschmerzen, Panikattacken, muss sich unvermittelt erbrechen. „Ich bin sehr klein geworden, war nicht mehr vorhanden als Mensch“, schildert sie und wirkt zerbrechlicher als sonst. Häufig hat das Kind Selbstmordgedanken.

Körperliche und seelische Qualen

Was sie durchhalten lässt, ist der Wunsch, ein „ganz normales Leben“ zu führen. Und die Verdrängung, ohne die sie die extremen körperlichen und seelischen Qualen nicht ertragen hätte. Die kleine Agnes verschlingt Bücher, vergräbt sich in Märchen, baut sich eine eigene Welt auf. Sie verbringt viel Zeit im Wald und mit Tieren. „Vor allem meine Katze war für mich ein ganz wichtiges Wesen, sie war immer für mich da, hielt mich im Leben.“ Nachts kommt das Tierchen in ihr Bett und holt Agnes aus den schrecklichen Albträumen, die sie plagen. Als sie ihre Katze eines Tages nach der Schule tot auffindet, glaubt sie, innerlich zu erfrieren.

Anvertrauen kann sich das Mädchen niemandem, der Priester droht ihr. Agnes bekommt mit, dass er auch andere missbraucht hat, während des Unterrichts Kinder hinter das nicht einsehbare Pult ruft. „Aber niemand sprach darüber, es war lebensbedrohlich, und ich wusste: Keiner wird dir glauben. Er war ja der heilige Mann.“ Später erfährt sie, dass die Pfarrgemeinderatsvorsitzende damals gewarnt hatte, der Priester hole sich Kinder ins Haus – und es Agnes? Eltern wie viele andere nicht glauben wollten. Erst nach Jahrzehnten wird sie Mutter und Vater davon erzählen können. Die Eltern machen sich große Vorwürfe, doch die Tochter gibt ihnen keine Schuld: „Letztlich sind auch sie Opfer dieses Systems geworden, in dem Priester auf den Thron der Unfehlbarkeit gesetzt werden.“ Viele Kinder seien ihrer Lebensenergie beraubt worden. Wich zitiert aus einem ihrer Texte: „Ich war kein Kind mehr, nur ein leerer Kinderhüllenkörper.“

Von einem Tag auf den anderen ist der Priester dann weg. Er ist einmal mehr versetzt worden. Verurteilt wurde er für seine Taten nie.

Aufstehen und Abstürzen

So schnell wie möglich, mit 17, verlässt Agnes die Kleinstadt und geht nach München. Ihr Leben ist ein ständiges „Aufstehen und Abstürzen“. Mit Anfang 30 wird die junge Frau suchtkrank. Die Sucht unterdrückt die traumatischen Empfindungen weiter – zu einem hohen Preis. Auf einem Seminar kommt sie ins Gespräch mit einem Suchtkranken. Für Wich ein schicksalhafter Moment der Erkenntnis: Jetzt gesteht sie sich die eigene Suchtkrankheit ein. Nach all den Jahren wendet sie sich erstmals wieder verzweifelt an Gott: Will er, dass sie den schmerzhaften Weg aus der Sucht findet oder sich der Abhängigkeit vielleicht bis in den Tod fügen muss? Wichs Augen glänzen bewegt hinter der randlosen Brille: „Heute sitze ich hier, lebendig.“ Und sie will dieses „nochmalige Geschenk des Lebens“ weitergeben. Immer noch ist sie in Selbsthilfegruppen engagiert. „Rückblickend meine ich, dass Gott immer seine schützende Hand über mich gehalten hat.“

In einer mehrjährigen psychotherapeutischen Begleitung arbeitet sie das Trauma auf, spricht über ihre Scham- und Schuldgefühle. Sie zieht nach Köln, wo sie neben anderen Stationen lange lebt, bis sie 2015 nach München zurückkehren wird. Im Rheinland arbeitet sie als Sozialpädagogin, als Trauma- und Suchttherapeutin: „Indem ich anderen geholfen habe, habe ich auch mir selbst geholfen.“

„Ich vergebe ihm“

Sehr viel später, um 2005, versucht Wich, Kontakt zum Täter aufzunehmen. „Jetzt wollte ich diesem Mann begegnen, ihm als erwachsene Frau ins Gesicht sehen und ihn mit seinen Verbrechen konfrontieren“, sagt die zarte Frau heftig. Also recherchiert sie und findet eine Todesanzeige. Sie ruft im Pfarrbüro an und erfährt vom dortigen Pfarrer, dass ihr früherer Peiniger gestorben ist. Er war alkoholabhängig und schwer krebskrank. Auf dem Sterbebett habe er seine Schuld gestanden. Wich ist dem Pfarrer dankbar für diese Information: „Es hat mich sehr erschüttert, dass dieser Täter ein Geständnis abgelegt hat, dass er gelitten hat an seinen Taten.“ Sie formuliert mit Bedacht: „Aber das hat überraschend Mitleid und Mitgefühl in mir hervorgerufen.“ Einige Tage später ist sie sicher: „Ich vergebe ihm.“ Durch diese unerwartete Fügung, die sie als große Gnade erlebt, kann sie sich von ihm befreien. Narben jedoch bleiben für immer – manchmal brechen sie auf.

Ein Thema ist bis dahin für sie ohnehin noch ungelöst: ihr verlorener Glaube. „Im Moment des Missbrauchs spaltete sich die Seele vom Körper ab, weil es eine so heftige Erschütterung war, das beides nicht mehr zusammenwirken konnte“, fasst sie ihr Erleben in Worte. „Die Seele braucht aber ein Zuhause, und sie zurückzuholen, ist ein sehr schmerzhafter Prozess.“

Tiefe spirituelle Krise

Unterstützung dabei sucht Wich in der Esoterik. Denn vom Christentum hat sie sich schon lange abgewandt, ist so bald als möglich aus der Kirche ausgetreten, macht einen großen Bogen um kirchliche Gebäude. Später vertieft sie sich in den Buddhismus: intensive Jahre, die sie nicht missen möchte. „Trotzdem merkte ich, dass etwas fehlt.“ Ihr weiser tibetischer Lehrer rät ihr: „Wenn du mit deiner Herkunftsreligion keinen Frieden schließen kannst, findest du ihn auch in keiner anderen.“

Um das Jahr 2010, parallel zu dem gehäuften Bekanntwerden kirchlicher Missbrauchsfälle in Deutschland, erkrankt Wich schwer. Sie bekommt eine starke Entzündung, hat unerträgliche Schmerzen, kann ihren geliebten Beruf nicht mehr ausüben. „Das war eine tiefgreifende spirituelle Krise, manifestiert auf körperlicher Ebene, durch die ich mich nochmals besinnen konnte“, bewertet sie es. „Es war wie ein Sterben in ein neues Leben hinein.“ Ein Heilungsprozess kommt in Gang, durch den sie „in ganz kleinen Schritten, denn vor Schmerz konnte ich äußerlich wie innerlich nur ganz langsam gehen“, wieder zum Glauben findet.

Eine Begegnung ist dabei für sie von zentraler Bedeutung. Ende 2010 beschließt Wich, sich bei der Hotline des Erzbistums München und Freising zu melden. „Ich war überrascht über die Zugewandtheit der Beraterin am Telefon.“ Diese schickt ihr das Protokoll zu, das Betroffene ausfüllen können. Eine harte Aufgabe für Wich: Detailliert muss sie schildern, was vorgefallen ist und unter welchen Folgen sie leidet. Doch sie überwindet sich, und schreibt zum Schluss, dass sie der katholischen Kirche „alles Gute und Gottes Segen wünscht auf dem Wege der Aufarbeitung“. Durch diesen ungewöhnlichen Wunsch werden die diözesanen Missbrauchsbeauftragten auf sie aufmerksam, über ihren Antrag hinaus ensteht ein enger Austausch. Bei einem Gottesdienst im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema betritt sie erstmals nach Jahrzehnten wieder eine Kirche: „Ich dachte, ich halte das nicht aus.“ Die Tränen fließen, trotzdem bleibt sie. „Als ob sich all der seelische Schmerz in diesen 40 Minuten Messe wiedergefunden und aufgelöst hat.“ Anschließend geht es ihr auch gesundheitlich besser.

Vorsichtige Annäherung an die Kirche

So nähert sie sich der Kirche vorsichtig, bis sie 2014 sogar wieder eintritt, „weil ich als aktives Mitglied mehr bewirken kann denn als Außenstehende“. Die kleine Feierstunde in der Kreuzkapelle von St. Michael in München ist ein wichtiger Schritt für sie. Doch der weltweit innerkirchlich immer noch zögerliche Umgang mit dem Thema Missbrauch löst bei ihr Glaubenszweifel aus. Denn vergeben kann sie der Kirche als Institution nicht. „Dafür hat sie sich zu sehr über die Menschen gestellt, die ihr Vertrauen geschenkt haben.“ Dazu müsse die Kirche weg von der Selbstbezogenheit und den Blick auf das Geben hin lenken, auf ihre Kern-Botschaft.

Allerdings schätzt sie die Bemühungen um die Bekämpfung von Missbrauch vieler kirchlicher Mitarbeiter sehr – von den diözesanen Zuständigen bis zu Papst Franziskus. Viele Kleriker würden dieses Engagement aber nicht sehen, weil sie ihre Machtpositionen schützen wollten. So fände Missbrauch in den meisten Ländern – wie auch Religionsgemeinschaften – offiziell „nicht statt“.

Gezielte Maßnahmen gegen Missbrauch umsetzen

Wich weiß dies von ihrer internationalen Vortragstätigkeit. Pater Hans Zollner SJ, Leiter des Kinderschutzzentrums in Rom, war über die Erzdiözese auf sie aufmerksam geworden und hatte sie 2015 erstmals als Referentin eingeladen. Von Rom über Spanien bis Singapur: Bei vielen Konferenzen und Seminaren hat Wich kirchlichen Vertretern seitdem von sich erzählt, vor allem von der spirituellen Traumatisierung. Oft herrsche tiefe Ergriffenheit. Die Zuhörer aus aller Welt berichten ihr, wie schwer es ist, Missbrauch zu bekämpfen, wo er immer noch negiert wird. Man spürt Wichs Empörung: Dass heute noch Prävention verhindert wird. Dass es auch hierzulande noch Gemeinden gibt, die eher zu den Tätern als zu den Opfern halten. Dass Täter oft nicht zur Rechenschaft gezogen werden oder keine finanziellen Einbußen haben, während viele Betroffene wegen Berufsunfähigkeit an der Armutsgrenze leben. Deshalb erhofft sich Wich von der Konferenz im Vatikan zur Missbrauchsaufarbeitung, „dass Klartext geredet wird und gezielte Maßnahmen umgesetzt werden“.

Auch von der deutschen Kirche wünscht sie sich anstatt der endlosen Arbeit an Konzepten die Anerkennung des Leids eines jeden Missbrauchsopfers, mehr unabhängige Beratungsstellen und mehr Mitarbeiter für Beratungstelefone sowie Prävention. „Kirche muss Angebote machen für Betroffene wie beispielsweise Gesprächskreise an neutralem Ort.“ Die Ideen sprudeln nur so aus ihr heraus.

Die Herzen erschüttern

Wich selbst tut ihr Möglichstes dazu. Sie ist unter anderem Mitglied im Beraterstab Prävention des Erzbistums. Zudem hat sie als Beiratsmitglied bei der MHG-Studie zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche (wir berichteten) mitgewirkt. Das Forscherkonsortium habe unter anderem mit den nahe gehenden Interviews mit Betroffenen und Tätern viel geleistet: „nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen“. Die oft geäußerte Kritik, das untersuchte Umfeld sei zu klein gewesen, teilt Wich nur bedingt: „Hätte man das ganze Umfeld einbezogen, wären wir jetzt noch nicht fertig.“ Trotz nicht idealer Bedingungen, „hat die Untersuchung unerwartet viel ausgelöst – das ist eine große Chance der Erneuerung für die Kirche“.

Eine „Transformation“ – vom Opfer hin zu neuem Lebensmut – stellt für Wich auf berührende Weise auch das gleichnamige Werk von Konstantia Gourzi dar. Es wurde im Jahr 2018 zur Gründung des neuen Studiengangs zum Kinderschutz in Rom uraufgeführt (wir berichteten). In St. Ignatio näherten sich Musiker, Sänger und Tänzer der Münchner Staatsoper in kraftvoller künsterlischer Sprache dem Thema Missbrauch. Genau das ist Agnes Wichs Anliegen: die Herzen der Menschen zu berühren, ein Stück weit zu erschüttern. „Denn nur aus einem solchen Moment der Verletzlichkeit und Schutzlosigkeit erwachsen Verstehen und Mitgefühl – sowie die Bereitschaft, hinzusehen und Systeme zu verändern.“ Deshalb freut Wich sich besonders, dass ihre Texte mit als Inspiration für die Komposition verwendet wurden. Bei der Uraufführung trug sie ihr Gedicht vor. Viele im Publikum weinten – „Blütentränen“.

 

Der diözesane Missbrauchsbeauftragte Martin Miebach ist erreichbar unter Telefon 089/95453713-0 oder E-Mail: muenchen@bdr-legal.de. Die Präventionsbeauftragten haben die Telefonnummer 089/5407415-13. Näheres auch unter www.hilfe-nach-missbrauch.de oder www.erzbistum-muenchen.de/praevention-missbrauch

Die Autorin
Karin Basso-Ricci
Münchner Kirchenzeitung
k.basso-ricci@st-michaelsbund.de

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Kirche und Missbrauch

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