Deckengemälde in Prien Brutale Seeschlacht hat Rosenkranz bekannt gemacht

08.10.2016

Richtig bekannt geworden ist das Rosenkranz-Gebet durch eine brutale Seeschlacht vor der griechischen Küste. Wer die Pfarrkirche in Prien am Chiemsee betritt, wird genau daran erinnert.

Das Deckengemälde in der Priener Pfarrkirche zeigt Papst Pius V. - im Hintergund die Seeschlacht von Lepanto © Reinhard Dietrich/Wikipedia

Prien - Besonders häufig wird der Rosenkranz zurzeit in Prien am Chiemsee gebetet. Immer im Oktober steht das Gebet dort im Fokus. Denn an der Decke ist in einem großen Gemälde des Barockkünstlers Johann Baptist Zimmermann die Seeschlacht von Lepanto im Jahr 1571 verewigt. Damals hat die Flotte der christlichen Mittelmeerländer einen überraschenden Sieg über das Osmanische Reich errungen. Der Sieg wurde der Fürsprache Mariens und dem Rosenkranzgebet zugeschrieben. Und noch heute ist das Gebet in vielen Kirchen zu hören. Eine altehrwürdige Rosenkranzbruderschaft habe erwirkt, dass dieses Deckengemälde in der Priener Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt dargestellt wird, erzählt Pfarrer Hofstetter. Auf dem Gemälde ist ein großes Schiff zu sehen, das Meer und der offene Himmel. Nur im Hintergrund ist zu erahnen, dass es sich hierbei um eine Schlacht handelt.

Zentrale Aussage passt zu einer Marienkirche

Darum hat der Seelsorger auch kein Problem mit dem Thema des Deckengemäldes. Vor allem auch, weil die zentrale Aussage des Bildes gut zu einer Marienkirche passt: Die Mutter Gottes überreicht dem Heiligen Dominikus den Rosenkranz, darunter der Papst, wie er betet. Es geht um den Frieden, sagt Pfarrer Hofstetter, um die Dankbarkeit für das Leben und für das gute Gelingen des Zusammenlebens der verschiedenen Völker.

Entschleunigung durch Rosenkranzgebet

Damit hat das Gebet für Pfarrer Hofstetter auch eine ganz aktuelle Botschaft, die in seiner Pfarrei auch besonders in den Blick genommen wird: Seit ein paar Monaten wird in Prien neben der traditionellen Rosenkranzzeit am Samstag auch jeden Donnerstag der Rosenkranz ausdrücklich für den Frieden gebetet.

Auch Pfarrer Hofstetter selbst betet regelmäßig Rosenkranz. Er nutzt dazu kleine Pausen in seinem Arbeitstag. Er merkt dabei, wie er innerlich wieder ruhiger wird. Die vielen Wiederholungen bringen einen in einen besonderen Rhythmus, der gerade in der heutigen Zeit sehr wertvoll ist, ist er überzeugt. (chm)

Der Autor
Christian Moser
Radio-Redaktion
c.moser@st-michaelsbund.de


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