Katholischer Verband begrüßt Urteil Bundesverwaltungsgericht stärkt Sonntagsschutz

18.05.2017

Das Bundesverwaltungsgericht hat erneut den Sonntagsschutz gestärkt. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in Bayern freut sich über das Urteil.

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Voraussetzungen für einen verkaufsoffenen Sonntag beschränkt.
Das Bundesverwaltungsgericht hat die Voraussetzungen für einen verkaufsoffenen Sonntag beschränkt. © Fotolia.com/redaktion93

Leipzig/München – Im Rechtsstreit zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Stadt Worms ging es um die Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntags im Dezember 2013. Verdi war der Ansicht, dass die Stadt damals gegen den Sonntagsschutz verstoßen hatte und klagte. Am Verwaltungsgericht Rheinland-Pfalz scheiterte Verdi zwar, aber die höhere Instanz – das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig – gab der Gewerkschaft Recht und stärkte somit den Sonntagsschutz.

Das Urteil begrüßt nicht nur Verdi, sondern auch Erwin Helmer, Diakon und Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) in Augsburg. Er sei "sehr froh, dass die Voraussetzungen für einen verkaufsoffenen Sonntag vom Gericht beschränkt worden sind, und man besondere Anlässe braucht – und nicht die Kauflaune oder den Wunsch der Ladenbesitzer nach mehr Umsatz", sagte Helmer im Münchner Kirchenradio. (Das ausführliche Interview finden Sie unter diesem Artikel.)

"Tag des Herrn"

Gleichzeitig betonte Helmer aber auch, dass die KAB nicht in jedem Fall gegen Sonntagsarbeit ist, und man Menschen, die in Pflege- oder Einsatzberufen tätig sind, sehr dankbar sei. Aber die zunehmend unnötige Sonntagsarbeit sei inakzeptabel, denn für alle Christen sollte der Sonntag weiterhin "der Tag des Herrn und der Familie" bleiben, und deshalb unbedingt geschützt werden. (im)

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Diakon Helmer zum Sonntagsschutz

Interview im Münchner Kirchenradio

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