Zentralkomitee der Katholiken Christen müssen Werte überzeugend vertreten

31.07.2013

Christen müssen nach den Worten von Alois Glück lernen, ihre Werte gut zu vertreten.

Der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken Alois Glück (Bild: ZdK)

Nur mit richtigen Argumenten könnten sie auch Nichtchristen vom christlichen Menschenbild überzeugen, sagte der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK) am Montagabend in München. Die Chancen dafür stellten sich derzeit besser als früher, weil in der Gesellschaft für viele Menschen selbstverständliche Gewissheiten weggebrochen seien. "Wir als Christen müssen Anwälte für die Würde des Menschen sein", so Glück. Der Mensch dürfte nicht verzweckt werden. Dies gelte für Bildung und Soziales genauso wie für die Wirtschaft.

Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) erinnerte daran, dass sich Glaube nicht nur aufs Jenseits beziehe. Im Gegensatz zur katholischen Kirche sei jedoch die evangelische Kirche stärker vom Zeitgeist geprägt, sagte der Vizepräsident der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dabei spielte er auch auf das umstrittenen EKD-Familienpapier an. An eine Rücknahme oder Änderung glaube er nicht. Er würde das Dokument aber nicht Orientierungshilfe nennen, "Diskussionsgrundlage finde ich tauglich". Die Definition von Familie sehe er bei der CSU besser wiedergegeben.

Die beiden CSU-Politiker äußerten sich am Montagabend bei einer Veranstaltung der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag zur Bedeutung des "C" in der Politik. (kna)

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