Weltgebetstag der Frauen Christinnen beklagen Situation in Surinam

02.03.2018

Am ersten Freitag im März wird der Weltgebetstag der Frauen begangen. Heuer wird dabei das Land Surinam im Nordosten Südamerikas in den Blick genommen.

Eine Frau bereitet Essen zu in einem Dorf im Busch nahe Pikin Slee.
Eine Frau bereitet Essen zu in einem Dorf im Busch nahe Pikin Slee. © Karin Schmauder

Köln – Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) beklagt die Lebenssituation von Frauen und Mädchen in Surinam. Massiver Abbau von Gold und Öl zerstöre die einzigartige Natur ihres Landes, und die Frauen spürten die negativen Auswirkungen durch zunehmende wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen täglich in ihrem Alltag, teilte der KDFB am Mittwoch in Köln mit. Die Organisation ruft deswegen zur Beteiligung am Weltgebetstag der Frauen auf, der am Freitag mit Blick auf die Lage in Surinam im Nordosten Südamerikas begangen wird.

Intaktes Land aus dem Gleichgewicht geraten

KDFB-Vizepräsidentin Elfriede Schießleder äußerte sich besorgt darüber, dass Existenzen einbrächen und Frauen in der Familie zunehmend Bedrohungen und sexueller Gewalt ausgesetzt seien. "Wenn finanzielle Nöte dazu führen, dass Frauen mit Prostitution Geld für den Lebensunterhalt verdienen müssen, dann ist ein bisher intaktes Land deutlich aus dem Gleichgewicht geraten", sagte die Vorsitzende des KDFB-Landesverbandes Bayern.

Ökumenische Bewegung

Der Weltgebetstag der Frauen ist eine internationale ökumenische Basisbewegung. Seine Wurzeln liegen in der Weltmissionsbewegung des 19. Jahrhunderts in Amerika, in deren Rahmen eine eigenständige Frauenbewegung entstand. Am 4. März 1927 gab es erstmals eine multinationale Feier des Ökumenischen Weltgebetstags der Frauen. Heute laden Christinnen in rund 120 Ländern jährlich am ersten Freitag im März zum ökumenischen Weltgebetstag der Frauen ein. Beteiligt sind in Deutschland neun unterschiedliche christliche Konfessionen. Jedes Jahr bereiten Frauen aus einem anderen Land die Texte dafür vor, diesmal Surinam. Das Motto lautet "Gottes Schöpfung ist sehr gut!". Die Teilnehmerinnen beten dafür, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können, und setzen zudem entsprechende Projekte um.

Im Onlineshop des Sankt Michaelsbundes finden Sie eine Literaturauswahl mit dem Schwerpunkt „Gebete für Frauen“.


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