Corona in Indien Congregatio Jesu spendet 10.000 Euro an Corona-Hilfe

11.05.2021

Indien ist von der Coronapandemie gerade besonders stark betroffen. Schwestern der Congregatio Jesu berichten von dramatischen Zuständen vor Ort.

Frau mit Sauerstoff-Atemmaske
Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe stellt unter anderem Sauerstoffgeräte zur Verfügung. © IMAGO / Hindustan Times

München – Die Mitteleuropäische Provinz der Congregatio Jesu spendet 10.000 Euro als Corona-Soforthilfe für Indien. "Von unseren Mitschwestern in verschiedenen indischen Provinzen wissen wir, wie dramatisch die Situation ist und wie dringend Hilfe benötigt wird", erklärte Provinzialoberin Cosima Kiesner an Montag in München. Das Geld gehe an das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe, dem unter anderem Caritas International und Unicef angehören.

Hilfe dringend benötigt

"Unsere Mitschwestern berichten, dass aktuell vor allem erfahrene Helferinnen und Helfer und logistische Unterstützung gebraucht werden, um die so dringend benötigte Hilfe schnell zu den Betroffenen zu bringen", führte Kiesner weiter aus. Die Mitgliedsorganisationen des Aktionsbündnisses helfen demnach unter anderem bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen, stellen Sauerstoffgeräte bereit und unterstützen Screening-Maßnahmen an Flughäfen. Caritas International stelle etwa provisorische Behandlungs-Zelte in der Nähe der Kliniken bereit, um die Erstversorgung von Erkrankten zu ermöglichen und verteile Nahrungsmittel und Hygieneartikel.

Laut Mitteilung werden in Indien täglich mehr als 300.000 Neuansteckungen gemeldet. Die Zahl der nichtdokumentierten und unerkannten Fälle von Corona-Infektionen sei vermutlich sehr viel höher, insbesondere in ländlichen Regionen oder in Slums urbaner Zentren, wo Testmöglichkeiten fehlten und die Menschen dicht zusammenleben. (kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Corona - Pandemie

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