Forderung der Münchner Caritas Corona-Impfung für Kita-Personal vorziehen

25.01.2021

Abstand halten ist für das Personal in Kindertageseinrichtungen eher schwierig. Umso wichtiger sei es laut Caritas, sie so bald wie möglich gegen das Coronavirus zu impfen. Doch im aktuellen Impfplan genießen sie keine hohe Priorisierung.

Frau mit Maske spielt mit Kind
Die Münchner Caritas fordert das Personal in Kindertageseinrichtungen in die Prioritätsgruppe 2 des Impfplans zu heben. © Trendsetter Images - stock.adobe.com

München – Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising fordert die Impfung gegen Corona für das Personal in Kindertageseinrichtungen vorzuziehen. Momentan seien Erzieherinnen und Erzieher der Priorisierungsstufe 3 zugeordnet, sagte Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier am Montag in München. Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger, die genauso nah mit Kindern arbeiteten, würden überhaupt nicht gelistet. In beiden Fällen sieht Stark-Angermeier eine Anhebung dieser Berufsgruppen in die Prioritätsgruppe 2 als dringend geboten an.

Dienst an der Gemeinschaft

"Statistiken der Krankenkassen belegen, dass das Personal in der Kinderbetreuung und Kindererziehung besonders von Krankschreibungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus betroffen ist", erinnerte die Vorständin. Deshalb müssten Kita-Mitarbeiter möglichst schnell eine Impf-Chance bekommen. Darüber hinaus sei es wichtig, die Kita-Berufe ebenso als wichtigen Dienst an der Gemeinschaft wertzuschätzen wie die pflegenden Berufe, betonte Stark-Angermeier. Sie ist beim Diözesan-Caritasverband für Personal, Soziale Dienste und Altenhilfe zuständig.

"Wir sind da, die Gruppen sind offen, wir kommen unserem Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsauftrag nach", bekräftigte Christian Müller. Der Fachbereichsleiter der 41 Caritas-Kindertagesstätten in und um München sagte, viele Eltern sei es wichtig, dass die Mitarbeiter in den Kitas ihnen gerade jetzt zur Seite stünden. Birgit Weiß aus der Geschäftsleitung der Caritas-Zentren Oberbayern, die 37 Kitas vertritt, ergänzte, die Eltern würden darüber hinaus auch online beraten. Auch würden die zuhause bleibenden Kinder mit diversen Angeboten wie Bastel- und Spielanleitungen oder Vorschulmappen betreut. (kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Corona - Pandemie

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