Tipps aus der Klostergärtnerei Damit liegen Sie beim Adventskranz voll im Trend

26.11.2018

Mit Rot und Gold liegen Sie bei der Adventsdeko farblich nie falsch. Doch wer up to date sein will, der verwendet dieses Jahr zwei anderen Farben.

Rot und Gold sind Traditionsfarben für die Adventsdekoration.
Rot und Gold sind Traditionsfarben für die Adventsdekoration. © Kiderle

Gars – Mögen Sie die Farben Mint und Rosé? Wenn ja, dann steuern Sie bei den brandaktuellen Adventsdekorationen direkt auf eine Punktlandung zu. Freilich bleiben die Traditionsfarben Rot und Gold immer ein Thema, doch wer heuer trendy sein will, der sollte für Kränze, Gestecke und Kerzen unbedingt Mint und Rosé wählen. Das wissen auch die Floristinnen Bernadette Gropp und Irmi Reiter aus der Klostergärtnerei ganz genau. Die beiden Damen konzipierten maßgeblich die Adventsausstellung, die anlässlich des „Leuchtenden Abends“ in der Gärtnerei gezeigt wurde.

Filz wird immer beliebter

Der klassische Adventskranz, gebunden mit wintergrünen Zweigen und vier roten Kerzen, lässt sich selbstredend keineswegs vertreiben. Gilt der Kranz doch als Hinweis auf den ewigen Kreislauf der Zeit und des Lebens. Als Alternative zum gebundenen Kranz empfiehlt sich der gesteckte Kranz. Zweige, Blumen oder andere Materialen auf einem Nass-Steckschwamm platziert bleiben länger frisch und sind durchaus eine Augenweide. Modisch auf der Höhe ist man außerdem wenn der Adventskranz mit pastellfarbigem Filz umwickelt wird. Topfpflanzen erhalten ebenso ein Kleid aus Filz oder Flies und eignen sich so hervorragend als Geschenk. Immer beliebter werden längliche Advents-Gestecke und Anordnungen auf verschiedenen Unterlagen wie Rinde, Holz, Teller oder Glas.

Gewachste Amaryllis
Gewachste Amaryllis © Kiderle

Alltagsgegenstände werden verwendet

Die Liste der Materialien, aus denen Kränze und Gestecke bestehen ist lang. Es gehören Tannen- Lärchen und Kiefernzweige dazu, aber auch Zieräpfel, Zapfen, Nüsse, getrocknete Beeren und Früchte. Panaschierte Blätter von Bux und Ilex bringen oftmals zusätzlich tolle Akzente in die Gebinde hinein. Eine Besucherin des „Leuchtenden Abends“ meinte, es sei interessant, wie Dinge des Alltags mit manchen Dekorationsbildern verbunden sind. Aus kleinen Schubladen, Obstkisten oder alten Fensterläden entstehen mit Phantasie und Kreativität individuelle winterliche Hingucker. Hoch im Kurs stehen neben den Kränzen die Windlichter, die geschmackvoll verziert in jedem Fall zur Verschönerung eines Raumes beitragen.

Amaryllis – ein echter Hingucker

Mit Glitter und Tand geht die Klostergärtnerei relativ vorsichtig um. „In den großen Städten werden bestimmt mehr funkelnde Zierelemente verwendet als bei uns auf dem Land“, vermutet Floristin Irmi Reiter. Sie und ihre Kollegin schauen darauf, dass der Advents- und Weihnachtsschmuck nicht kitschig wirkt und nicht überladen daher kommt. Natürlich wurden in der Garser Gärtnerei auch Engelshaar, glitzernde Sterne, Schneemänner, Nikolaus- und Tierfiguren in einigen Arrangements eingearbeitet. Aber insgesamt dezent und nicht aufdringlich. Eine Klasse für sich sind auf alle Fälle die gewachsten Amaryllis, die nicht nur als wunderschöne Mitbringsel Freude bereiten, sondern auch im heimischen Wohnzimmer eine ziemlich gute Figur machen. Da könnten die blutroten Weihnachtssterne direkt ein bisschen eifersüchtig werden, doch auch sie gehören nach wie vor zu den Verkaufsschlagern.

Gibt es in Sachen moderne Adventsdekoration eigentlich so etwas wie ein Revival wollten wir von Bernadette Gropp zum Abschluss des Interviews wissen: „Es kann schon sein, dass bereits dagewesene Sonderfarben wie etwa lila eines Tages wieder auftauchen. Die Leute wünschen sich einfach immer wieder Veränderungen. Was nächstes Jahr up to date sein wird, steht heute noch in den Sternen“. (Ursula Huckemeyer)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Advent

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