Christian Springer zum Kreuzerlass Das ist Blasphemie

28.07.2018

Dem Kabarettisten reicht eine zusätzliche Nummer in seinem Programm nicht mehr, um seiner Wut Luft zu machen. Er hat jetzt ein ganzes Buch zum Thema herausgebracht: "Die Antwort auf Söders Kreuz ist 240 Jahre alt".

Christian Springer mit seinem neuen Buch in unserer Buchhandlung "Lesetraum". Auch dort können Sie das Buch bestellen.

Christian Springer wurde in einem Zeitungsartikel kürzlich als der letzte katholische Kabarettist bezeichnet. Und weil er Christ ist, hat ihn der sogenannte „Kreuzerlass“ von Markus Söder sehr aufgeregt: „Hier geht es nicht um Religion. Und es geht auch nicht um ein religiöses Erbe. Hier wird Religion benutzt. Und da müssen alle, die noch einen Funken Christlichkeit in sich haben, dagegen aufstehen und sagen: So gehst du nicht mit uns um. Das ist nämlich etwas, wogegen es früher einen Paragraphen gegeben hat. Das ist die echte Blasphemie.“ Doch Springer rät auch zu Geduld. Denn er hat eine 240 Jahre alte Schrift des Münchner Philosophen Andreas Zaupser ausgegraben. Was der damals geschrieben hat, passt in die aktuelle politische Lage, meint Springer. Zum Beispiel: „Die Religion ist nie die Triebfeder des Fanatismus, sie ist nur der Mantel, worunter der Verfolger seine Absichten, seinen Stolz und seinen Eigennutz versteckt“. Diese Schrift, versehen mit eigenen Gedanken und einem Vorwort des Münchner Pfarrer Rainer Schießler, hat er jetzt als Buch herausgebracht unter dem Titel: Die Antwort auf Söders Kreuzerlass … ist 240 Jahre alt.

Christian Springer ist zu Gast in der Sendung „Hauptsache Mensch“ im Münchner Kirchenradio. Mit Brigitte Strauß redet er über sein Christsein, über den Kreuzerlass und über seinen Einsatz für Flüchtlinge, die vor dem Bürgerkrieg in Syrien in den Libanon geflohen sind. Den Podcast zu Sendung finden Sie hier.

Die Autorin
Brigitte Strauß-Richters
Radio-Redaktion
b.strauss-richters@st-michaelsbund.de


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