Malteser Momente Das Leben genießen

09.05.2019

Der Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst kümmert sich um Familien mit schwerkranken Kindern. Welche Erfahrungen Familie Nadolski mit dem ambulanten Dienst gemacht hat, hören Sie hier.

v.l.: Hannelore Rauscher, Tobias Nadolski, Brigitte Nadolski © SMB/Hasel

Nur kurz die Wohnung verlassen, um im Supermarkt um die Ecke eine Tüte Milch zu kaufen: für Brigitte Nadolski ist das nicht möglich. Ihr Sohn Tobias braucht Intensivpflege rund um die Uhr. Trotz der enormen psychischen Belastung schafft es Brigtte Nadolski immer wieder aufs Neue, mit der schwierigen Situation zurecht zu kommen. Eine ehrenamtliche Hospizhelferin der Malteser hilft ihr dabei. Mit ihr telefoniert sie regelmäßig und tauscht sich aus. Sie unternehmen etwas zusammen, damit Brigitte Nadolski wenigstens für ein paar Stunden ihren Alltagstrott hinter sich lassen kann.

Sie genieße die Momente, in denen sie ohne ihren Sohn im Schlepptau unterwegs ist. Da könne sie sich frei bewegen und müsse sie nicht überlegen, wie man mit Rollstuhl in ein Gebäude hineinkommt. Für Brigitte Nadolski ist die Hospizhelferin vor allem eine Ansprechpartnerin, die ihr den Tunnelblick nimmt und Hinweise gibt, was sie anders machen kann, damit es ihr bessergeht. Aber auch bei den Ausflügen zu dritt ist die Ehrenamtliche eine wichtige Stütze. Sie schaut nach barrierefreien Zugängen oder dem rollstuhlgerechten Platz im Zug.

Das Leben für die Betroffenen so angenehm und leicht wie möglich zu machen, sei die Hauptaufgabe des Malteser Kinder- und Jugendhospizdienstes, bestätigt Hannelore Rauscher, die die ehrenamtlichen Mitarbeiter koordiniert. Der Tod spiele dabei keine Rolle. „In der Zeit, in der wir in der Begleitung sind, geht es ums Leben, und gestorben wird einmal ganz zum Schluss“, sagt Rauscher in den Malteser Momenten.

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Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst

Malteser Momente

Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de


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