Ostern Das passiert nach dem Tod

25.03.2016

Am Ostersonntag feiern wir, dass Jesus den Tod besiegt hat. Er ist auferstanden. Eine ähnliche Erfahrung hat auch die 22-jährige Lisa gemacht. Sie war auch schon für kurze Zeit tot. Sie hat uns berichtet, wie sie das erlebt hat.

Was erwartet uns nach dem Tod? Eine Frage die jeden mal umtreibt. (Alextype/Fotolia)

München – Anne hat sich ein Badewanne eingelassen und hört Musik. Dazu war ihr Handy an einer Anlage am Strom angeschlossen. Plötzlich bekommt sie eine SMS, streckt sich und nimmt das Handy in die Hand. Ihre Hand verkrampft, sie kann das Handy nicht loslassen. Sie schreckt zurück und die Musikanlage fällt mir ihr ins Wasser. Da die Badewanne nicht geerdet ist und ihr Haus kein FI-Schalter hat, jagt der Strom durch ihren Körper. Sie schreit – zum Glück hört das ihr Mitbewohner. Der kommt und zerstört den Stromkreislauf.

Kampf zurück ins Leben

Anne wird ohnmächtig, wenig später atmet sie nicht mehr. Während sie da liegt sieht sie Bilder: Von sich und ihren Freunden, wie sie mit einer Freundin durch ihre Heimatstadt geht und wie sich bei ihren Eltern auf dem Bauernhof um die Tiere kümmert. Sie selbst sieht sich immer nur von hinten. In der Situation wird ihr plötzlich klar, dass sie – wenn sie sich jetzt noch weiter umschaut – stirbt. Ihr Mitbewohner wiederbelebt sie und sie selbst feuert sich innerlich an. Sie kämpft sich zurück ins Leben.

Angst vor dem Tod

Alle Menschen haben in ihrem Leben mal Angst vor dem Tod oder vor dem Sterben. Anne hat das jetzt nicht mehr. Denn den Moment, in dem sie ihren Körper verlässt, den hat sie schon mal erlebt. Ihr Leben hat sich seitdem verändert, erzählt sie im Interview mit den Münchner Kirchennachrichten. Sie sei nicht mehr so hart mit sich selbst, was Leistungsdruck angeht. So habe sie die Fähigkeit sich selbst von außen zu sehen und sich klar zu machen, dass es ein ein Privileg ist, dass sie das noch erleben darf. Das nehme ihr dann die Schwere von den Schultern.

Auferstehung ist wie ein Leben auf Gran Canaria

Für Christen ist der Gedanke tröstlich, dass mit dem Tod etwas Neues beginnt: Dass wir wie Jesus auferstehen. Pfarrer Tobias Rother aus Velden beschreibt Auferstehung als ein neues Leben. Man macht etwas, was man vorher noch nie gemacht hat. Er vergleicht es mit der Begegnung einer Traumfrau auf der Wiesn: Es ist Liebe auf den ersten Blick, man lässt sein altes Leben hinter sich und fängt mir ihr ein neues Leben als Erdbeerpflücker auf Gran Canaria an.

Nach dem Tod löse sich Zeit und Raum auf, so Rother. Wie das Leben im Himmel einmal aussehen wird, darüber ist sich der Glaube gewiss: Das Leben dort ist einfach nur schön, davon ist der Seelsorger überzeugt. Und das liege daran, dass wir dort ganz nah bei Gott sind. Wie es dann ganz konkret im Himmel zugehen wird, das erfährt kein Mensch zu seinen Lebzeiten. Auch nicht Pfarrer Tobias Rother. (kas)

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