Mitmach-Aktion Das sind wahre Engel

02.11.2018

Auch heuer führte der Sankt Michaelsbund die Mitmach-Aktion „Ein Engel für mich!“ durch, um einige „Helden des Alltags“ aus ihrer Anonymität zu heben und stellvertretend Dankeschön zu sagen dafür, dass sie zum Engel für andere geworden sind.

Der Sohn einer Einsenderin hat seine Mutter nach einer schweren Herzoperation jeden Tag besucht, ihr die Hand gehalten und Mut zugesprochen.
Der Sohn einer Einsenderin hat seine Mutter nach einer schweren Herzoperation jeden Tag besucht, ihr die Hand gehalten und Mut zugesprochen. © Robert Kneschke - stock.adobe.com

Aus den zahlreichen Zuschriften werden hier einige veröffentlicht. Die Gewinner der Gutscheine der Buchhandlung Lesetraum werden schriftlich benachrichtigt.

Mein Sohn, mein Engel

Im März wurde ich plötzlich schwer krank und musste mich überraschend einer schweren Herzoperation unterziehen. Zwei Tage lag ich nach der Operation im Koma, meine Familie war sehr besorgt. Aber am Abend des zweiten Tages, der auch der Geburtstag meiner ältesten Tochter war, bin ich aufgewacht ohne irgendwelche Defizite. Der Genesungsweg jedoch war noch lang. Mein Engel, mein Sohn, aber hat seine eigene Prüfungsvorbereitung ausgesetzt, mich jeden Tag besucht, mir die Hand gehalten und mir Mut zugesprochen. Immer war er bei mir, wenn ich Angst vor der nächsten Untersuchung hatte, und auch bei den Arztterminen immer an meiner Seite. Er hat in der Klinik den Gottesdiensttermin herausgefunden und mich zum Ostergottesdienst begleitet, da er wusste, wie viel mir das nach der Operation bedeutet.

Er war der Erste, den ich nach dem Aufwachen an meinem Bett gesehen habe, und er begleitet mich bis heute auf meinem Genesungsweg.

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Hilfe beim Tragen

Vor einiger Zeit hatte ich eine große Tasche vollgepackt, um sie zu einem Container zu bringen. Nach kurzem Weg wurde mir die Tasche so schwer, dass ich überlegte, einen Teil wieder heimzubringen. In diesem Moment kam ein junger Mann auf mich zu und sagte: „Sie tragen ja so schwer. Lassen Sie mich Ihre Tasche nehmen.“ Überrascht und hocherfreut gab ich meine Tasche ab. Wir gingen ein gutes Stück gemeinsam weiter. Während unseres Gesprächs merkte ich, dass wir verschiedene Ziele hatten und wollte mich daher verabschieden. Mein „Engel“ winkte jedoch ab: Er habe Zeit und wolle mich bis zum Container begleiten. So geschah es. Er nahm schließlich noch alle meine Sachen und schob sie in den Container. Wirklich dankbar verabschiedete ich mich und versprach als Vergelt’s Gott mindestens ein Vaterunser.

Babette Walter, Zorneding

Für Carmen Martinez ist eine Schulweghelferin ein Engel im Alltag.
Für Carmen Martinez ist eine Schulweghelferin ein Engel im Alltag. © Gerhard Seybert - stock.adobe.com

Engel auf dem Schulweg

Für mich ist unsere Schulweghelferin ein Engel im Alltag. Wir kennen uns, seit mein älterer Sohn noch ein Baby war. Damals teilten wir einen Abschnitt unserer gemeinsamen täglichen Wegstrecke in der Trambahn. Heute ist mein älterer Sohn bereits an der weiterführenden Schule. Wenn er mit der Trambahn dorthin fährt, trifft er an der Einstiegshaltestelle oft auf unsere Schulweghelferin, die zu dieser Zeit ihren Dienst an der großen Kreuzung vor unserer Grundschule antritt. Mein kleiner Sohn geht noch in die Grundschule und muss auf seinem Schulweg diese große Kreuzung überqueren. Auf ihn und auf alle anderen Kinder passt unsere Schulweghelferin zuverlässig auf, bei Wind und Regen, bei Minusgraden und bei größter Hitze. Manchmal muss sie sich auch mit anderen Verkehrsteilnehmern auseinandersetzen, die die Regeln nicht immer einhalten wollen, weil sie es eilig haben. Das ist sicher nicht angenehm. Ich bin sehr dankbar für diese „schützende Hand mit Verkehrskelle“. Ohne unsere ehrenamtliche Schulweghelferin wären viele Eltern in Sorge um ihre Kinder.

Carmen Martinez, München

Missio-„Schutzengel“

Äthiopien steht dieses Jahr im Mittelpunkt der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit, dem Monat der Weltmission. Traditionell werden bei Missio-München die Gäste aus dem Partnerland, die rund um den Sonntag der Weltmission die Missio-Aktionen in Bayern und im Bistum Speyer gestalten, von jungen Studierenden begleitet. Gemeinsam mit diesen „Schutzengeln“, die in der Regel die Übersetzung übernehmen, berichten unsere Projektpartner aus Äthiopien bei Veranstaltungen und Vorträgen über die Situation der Menschen in ihrer Heimat. Die Schutzengel unterstützen sie aber auch im Alltag, bei der Freizeitgestaltung und sind in vielen Dingen die ersten Ansprechpartner.

Bettina Kuhnert, Missio-München

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Engel im Alltag

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