Papst Franziskus besucht Assisi Den Menschen dienen

01.10.2013

Die Weise wie Papst Franziskus auftritt, lässt viele Gläubige an seinen heiligen Namenspatron denken: Die Pilgerreise des Pontifex nach Assisi bedeutet für Minoritenpater Franz-Maria Endres daher weit mehr als der übliche Besuch beim Patron Italiens.

Pater Franz-Maria Endres ist Guardian des Minoriten-Konvents in Maria Eck (Bild: privat)

Wie seine Vorgänger macht der neu gewählte Papst zu Beginn seines Pontifikats eine Pilgerreise nach Assisi. Das ist zunächst eine Wallfahrt zum Patron des Landes, in dem er lebt, Italien, aber sie ist doch noch weit mehr. Schon dass der Papst als Namen Franziskus gewählt hat, zeigt seine besondere Wertschätzung für den Heiligen aus Assisi; ganz offensichtlich ist sein Leben und seine Botschaft für ihn ein hoffnungsvolles Vorbild, Wegweisung. Die Weise, wie er auftritt, auf die Menschen zugeht, lassen erkennen, dass er in den Spuren des Armen von Assisi seinen Dienst entfalten will. Was ist nun die Botschaft des heiligen Franziskus, was macht ihn auch heute so höchst aktuell, und wo zeigt er uns Wege zum Bewältigen der drängenden Aufgaben unserer Zeit?

Seine Kernbotschaft ist die Überzeugung der universalen Geschwisterlichkeit der ganzen Schöpfung. Die Menschen sind sich alle Brüder und Schwestern, egal welcher Abstammung, welches Standes sie sind und welcher Religion sie angehören. Er fühlt sich den Armen verpflichtet, wendet sich den Kranken und Aussätzigen zu, geht zu den Muslimen. Darüber hinaus fühlt er sich allem, was lebt und west, geschwisterlich verbunden, selbst die unbelebte Schöpfung nennt er Bruder und Schwester in seinem berühmten Sonnengesang (siehe Seite 27).

Zu dieser Überzeugung kommt er durch die innige Beziehung zu Jesus Christus, dem er als Schöpfer in den Menschen, ja in der ganzen Schöpfung begegnet. So wie sein Meister kam, nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen, so versteht auch er seine Beziehung zu allem, was lebt und west als Dienst, ja er will allen untertan sein. Ist diese Spiritualität in unserer modernen und postmodernen Welt nicht ein wichtiger Schlüssel, um die Kräfte zur Lösung unserer Konflikte und scheinbar unlösbaren Probleme zu finden, eine wichtige Voraussetzung für eine Beziehungs- und Dialogfähigkeit, für eine Gefährtenschaft und „Kompassion“ mit allen Menschen, ohne die es kein Miteinander geben kann?

Pater Franz-Maria Endres ist Guardian des Minoriten-Konvents in Maria Eck


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