Farben im Gottesdienst Deshalb tragen die Priester am dritten Advent Rosa

15.12.2019

Im Advent tragen die Priester traditionell die Farbe Lila. Nur am dritten Advent nicht, da ist Rosa angesagt.

Am dritten Advent trägt der Priester eine Farbe, die er sonst kaum trägt: Rosa.
Am dritten Advent trägt der Priester eine Farbe, die er sonst kaum trägt: Rosa. © fotolia/ joserpizarro

München – „Freut euch – der Herr ist nah!“: Mit diesen Worten wird der heutige Gottesdienst eröffnet. Es ist Gaudete-Sonntag. Gaudete kommt aus dem Lateinischen und bedeutet eben genau das: Freut euch! Die Freude steht im Mittelpunkt des Tages, denn knapp die Hälfte der Adventszeit liegt nun schon hinter einem und Weihnachten rückt immer näher. Für Kapuzinerbruder Stefan Walser ist der dritte Advent eine Art „Vorfest von Weihnachten“. Man könne schon mal ausprobieren, wie Weihnachten so sein könnte. So wäre es zum Beispiel eine gute Möglichkeit, den Wein für Weihnachten schon mal zu kosten.

Kein Sonntag wie jeder andere

Statt der sonst üblichen violetten Farbe tragen die Priester am dritten Advent rosa. Doch an dem Tag soll schon ein bisschen die „Helligkeit von Weihnachten“ verdeutlicht werden: Deshalb ein rosa Gewand.

Bruder Stefan Walser
Bruder Stefan Walser © privat

Bruder Stefan Walser bevorzugt nicht diese Farbe, doch er findet es schön, dass im Gottesdienst alle Farben und Sinne angesprochen werden. Auch wenn der Priester selbstverständlich nicht im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehe, gehen doch viele Blicke zu ihm. Es gefalle ihm deshalb, dass die Menschen gleich an seiner Kleidung erkennen, dass heute etwas Besonderes sei. Gerade an diesem Sonntag sei auch die Stimmung in der Sakristei besonders ausgelassen. Die Ministranten fänden es witzig, die Priester in rosa Gewändern zu sehen und sie selbst würden sich auch nicht so ernst nehmen, erzählt Bruder Stefan Walser.

Die Autorin
Katharina Sichla
Teamleiterin mk online
k.sichla@st-michaelsbund.de

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Advent & Weihnachten

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