Kreisbildungswerk Ebersberg Dialogforum "Gott neu denken"

16.07.2015

Gott neu erfinden? - das will die neue Veranstaltungsreihe des Kreisbildungswerks Ebersberg nicht leisten. Stattdessen setzen sich die Teilnehmer mit der Frage auseinander, ob Gott wirklich der "größte Champion aller Zeiten" ist.

Das Organisationsteam des theologischen Dialogforums (von links): Günter Borgmann, Claudia Pfrang, Jutta Sirotek und Günther Gruber. (Bild: KBW Ebersberg)

Ebersberg - „Glauben ohne Denken ist gefährlich, aber Denken ohne eine spirituelle Inspiration, die aus dem Glauben kommt, kann auch einseitig und gefährlich sein.“ Mit dieser Aussage des tschechischen Soziologen, Religionsphilosophen und Priesters Tomáš Halík eröffnete Claudia Pfrang das Gespräch, in dem die Geschäftsführerin des Katholischen Kreisbildungswerks (KBW) Ebersberg mit der Vorsitzenden Jutta Sirotek und ihren Mitstreitern Günther Borgmann und Günther Gruber das neue KBW-Angebot vorstellte: das theologische Dialogforum „Gott.neu.denken“.

Das Bild von Gott weiterentwickeln

Es gehe nicht darum, so Pfrang, Gott „neu zu erfinden“. Vielmehr wolle man mit dem Dialogforum Menschen ansprechen, „die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind, die mit ihrem Glauben nicht mehr zurecht kommen, sich damit kritisch auseinandersetzen wollen oder nicht mehr glauben können, aber damit nicht glücklich sind“. Sirotek ergänzte, dass man das Bild von Gott, das Jede oder Jeder sich mache, weiterentwickeln wolle: „Wir möchten zu einer intellektuellen Auseinandersetzung mit dem Glauben und der Frage nach Gott anregen auf Grundlage der neuesten Erkenntnisse der Wissenschaften.“

Veranstaltungsreihe in sechs Modulen

Ab November befassen sich bei der Veranstaltungsreihe in sechs Modulen Wissenschaftler und Künstler aus Philosophie, Soziologie, Kultur, Theologie und Psychologie mit der Gottesfrage. Für den Bereich Soziologie etwa konnten die Veranstalter mit Hans Joas einen der wichtigsten deutschen Soziologen und Sozialphilosophen gewinnen. Philosoph Wilhelm Vossenkuhl stellt die Frage: „Können wir Gott überhaupt denken und ist Gott der größte Champion aller Zeiten?“ Allein die Titelgebung zeigt, dass es zwar um ernste Themen geht, es aber nicht immer „bierernst“ zugehen muss. (Hans Rombeck)

 

 


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