Neue Ausstellung Dichtung ist Revolution

21.11.2018

Vier Schriftsteller stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie haben mit ihren Ideen die Revolution befeuert und politische Veränderung in ihren Werken vorausgedacht: Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam, Ernst Toller.

Ein Trauerblatt für Kurt Eisner © SMB/Hafner

Die Revolution in München vor hundert Jahren war zuletzt in aller Munde in Gedenkfeiern und Kulturprogrammen. Es lebe der Freistaat! Doch kurz danach begann bereits der Aufstieg der Nationalsozialisten, ebenfalls in München. Was ist aus der Revolution und ihren Protagonisten geworden, wie ging es weiter nach dem November 1918? Das zeigt die Ausstellung „Dichtung ist Revolution“ im Münchner Literaturarchiv Monacensia.
Flugblätter und roh zusammengezimmerte Tafeln waren es, die in den Tagen des jungen Freistaats die Bevölkerung über das aktuelle Geschehen informierten. Doch die Ideen, die dahinterstanden stammten ganz wesentlich von vier Schriftstellern. Die Ausstellung bietet Einblicke in das Denken dieser vier prägenden Köpfe und liefert auch den Gesamtzusammenhang dieser turbulenten Zeit der Revolution, zwei Räterepubliken und dem Ende des demokratischen Aufbruchs schon im Mai 1919. Alle vier Schriftsteller haben viel riskiert für ihre Ideen.
Zur Ausstellung gibt es viele Veranstaltungen, einige sind übrigens den Frauen gewidmet, die in sich in der Zeit der Räterepubkik engagierten, zum Beispiel der Fotografin Germaine Krull. Für Schulklassen gibt es eigene Führungen des museumspädagogischen Zentrums. Die Ausstellung ist zu sehen in der Villa der Monacensia in Bogenhausen, geöffnet ist sie jeden Tag bis Juni 2019.

Auf dem Literaturportal Bayern lässt sich ein Blog mit Bildern der Comic-Autorin Barbara Yelin verfolgen. Sie hat gezeichnet, was auf den Fotos der Zeit oft nicht festgelhalten wurde.

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