Treffen der Missionare der Barmherzigkeit Die Botschaft Gottes zu den Menschen bringen

10.04.2018

Ende 2015 hat Papst Franziskus das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Dazu hat er weltweit mehr als 1.000 Geistliche zu Missionaren der Barmherzigkeit ernannt. Derzeit treffen sie sich in Rom. Mit dabei ist auch Bruder Helmut Rakowski aus München.

In Rom findet vom 8. - 11. April das Treffen der Missionare der Barmherzigkeit statt.
In Rom findet vom 8. - 11. April das Treffen der Missionare der Barmherzigkeit statt. © imago

Rom/München – Die Missionare der Barmherzigkeit treffen sich derzeit in Rom (8. - 11. April). Es sei ein Mix aus theologischer Weiterbildung, Besinnungstag mit Anbetung und Beichtmöglichkeit sowie der Begegnung mit Papst Franziskus, beschreibt der Kapuziner Helmut Rakowski das Treffen. Er ist 2015 mit mehr als (analog oben) 1.000 weiteren Geistlichen von Papst Franziskus zu einem Missionar der Barmherzigkeit ernannt worden. Während des Treffens habe Papst Franziskus ihnen sein Anliegen noch einmal ans Herz gelegt. Dieses laute: „Ihr seid Botschafter der Barmherzigkeit.“ Sie seien es, habe der Papst gesagt, die die Botschaft des barmherzigen Gottes zu den Menschen bringen sollen. Bruder Helmut erlebt den Papst bei Begegnungen immer sehr zugewandt. So auch heute. 600 Missionaren habe er die Hand geschüttelt, verrät Rakowski mk online. Erzähle man dem Heiligen Vater ein Anliegen, halte er einen Moment inne und bete spürbar dafür, beschreibt er die Begegnung.

Die Missionare sollen nun bis auf Widerruf ihre Aufgabe wahrnehmen. Das sei auf die positiven Rückmeldungen zurückzuführen, die der Papst zu ihrer Arbeit bekommen habe, so Bruder Helmut. Viele Menschen hätten sich angesprochen gefühlt und sich aufgemacht, die Versöhnung mit Gott zu suchen und wahrzunehmen.

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Bruder Helmut, was nehmen Sie vom Treffen mit?

Papst Franziskus hat 600 Missionaren persönlich die Hand geschüttelt.
Papst Franziskus hat 600 Missionaren persönlich die Hand geschüttelt. © Helmut Rakowski

Herausforderung Barmherzigkeit

Barmherzigkeit konkret zu leben, sei eine Herausforderung, sagt Bruder Helmut. Er ist davon überzeugt, dass „wir am Ende vor dem Richter gefragt werden: ,Was hast du dem kleinsten meiner Schwestern und Brüder getan?‘“ Da werde nicht danach gefragt, was man gepredigt und gelehrt habe. Für ihn heiße dies, immer wieder Geduld zu haben. So versuche der Kapuziner seine erste Reaktion zunächst „runterzuschlucken“ und dann mit mehr Verständnis und Einfühlsamkeit zu reagieren. In welcher Form er sein Missionars-Dasein in Zukunft konkretisieren wird, möchte sich Bruder Helmut noch überlegen.

Die Missionare sollen Priester sein, die ein besonderes Verständnis für Menschen in Grenzsituationen haben. Durch ihre Predigt und im Spenden des Sakraments der Versöhnung machen sie Gottes Nähe sichtbar. Die Missionare der Barmherzigkeit wurden vom Papst mit besonderen Vollmachten ausgestattet. So können sie auch von den Sünden lossprechen, von denen normalerweise nur der Apostolische Stuhl freisprechen kann. Ausgenommen ist die Sünde der Kirchenspaltung. (pm/kas)

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