Literaturnobelpreis Die große unbekannte Dame der Weltliteratur

11.10.2013

Alice Munro stand auf der Kandidatenliste für den Literaturnobelpreis. Viele Autoren der jüngeren Generation nennen die 82jährige als Vorbild. Die kanadische Schriftstellerin ist zweifelsohne eine der größten Erzählerinnen unserer Zeit und war in den letzten Jahren immer wieder im Gespräch als Anwärterin auf den Literaturnobelpreis.

Titel der Nobelpreisträgerin war Hörbuch des Monats beim Sankt Michaelsbund (Bild: parlando)

Der amerikanische Schriftsteller Jonathan Frantzen würdigte sie gestern mit den Worten, es gebe keine besseren lebenden Schriftsteller in Nordamerika als sie. Es sei auch ein stolzer Tag für das Genre der Kurzgeschichte, eine Form die seit Tschechow niemand besser beherrsche als Munro. Nun gebe es endlich die Preiswürde für eine Autorin, die ganz auf Kurzgeschichten spezialisiert sei. In Deutschland ist von ihr zuletzt der Erzählungsband „Zu viel Glück“ erschienen. Munro erzählt dort von Menschen, die extreme Situationen in ihrem Leben bewältigen müssen und dies schaffen, ohne zu zerbrechen. Der Sankt Michaelsbund hatte die Hörbuchfassung der Erzählungen im Januar 2013 als „Hörbuch des Monats“ ausgezeichnet. Als eine der bedeutendsten Unbekannten der Weltliteratur bezeichnete die Sprecherin der Hörbuchjury die Kanadierin damals. Susanne Steufmehl begründete dies Einschätzung damit, dass die deutschen Leser Kurzgeschichten und Erzhäklungen weniger schätzten als Romane, anders als in Kanada und Nordamerika. (gh)


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