Weltjugendtag in Rio Die Päpste und die Jugend

22.07.2013

Der XXVIII. Weltjugendtag in Rio de Janeiro verspricht ein ganz besonderer zu werden. Es ist der erste Weltjugendtag in Brasilien, dem Land mit den meisten Katholiken weltweit, und es ist der erste Weltjugendtag mit unserem neuen Papst Franziskus.

Daniel Lerch ist Diözesanjugendpfarrer und begleitet die Fahrt zum XXVIII. Weltjugendtag in Rio de Janeiro (Bild: Münchner Kirchenzeitung)

Jeder der beiden Vorgänger-Päpste hat den Weltjugendtag auf seine Weise geprägt. Johannes Paul II. gilt als der charismatische Erfinder dieser Bewegung, der ein enormes Vertrauen in die junge Generation setzte und ihr den programmatischen Namen „Wächter des Morgens“ gab. Benedikt XVI. entdeckte vor allem die missionarische Kraft, die von den Weltjugendtagen für die gesamte Kirche ausgeht. Es ist auffällig, wie oft er gerade die Jugendlichen dazu aufrief, das Evangelium zu verkünden: „Liebe Jugendliche, ihr seid die ersten Missionare unter euren Altersgenossen!“, schrieb er beispielsweise in seiner letzten Botschaft zum Weltjugendtag.

Man darf gespannt sein, welche Impulse nun Papst Franziskus setzen wird. In den ersten Wochen seines Pontifikates hat er bereits bewiesen, dass er immer für eine Überraschung gut ist und starke Zeichen setzen kann. Ich bin mir sicher, dass er die Jugendlichen begeistern wird durch seine unkonventionelle Art, sein Herz für die Not der Armen und seinen immer wiederkehrenden Aufruf, füreinander zu beten. Unter dem Motto: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern“ (Matthäus 28,19) lädt er Millionen junger Christen aus aller Welt ein.

Das Wahrzeichen der Stadt Rio, die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado, wird das Ereignis begleiten. Jesus hält seine Arme weit ausgebreitet und es scheint, als segne er nicht nur die Bewohner der Stadt und die Teilnehmer des Weltjugendtages, sondern die ganze Welt. Dass Christus allen Menschen nahe sein möchte, ist für mich der Kern der Botschaft des neuen Papstes, die in der Figur des „Cristo Redentor“ für alle sichtbar wird. Die Reise nach Brasilien ist weit und beschwerlich und zudem mit hohen Kosten verbunden, aber sie verspricht einzigartige Erfahrungen.

Es freut mich, dass sich 222 junge Christen aus der Erzdiözese München und Freising auf den Weg machen, um dieses Fest des Glaubens zu erleben.

Daniel Lerch ist Diözesanjugendpfarrer und begleitet die Fahrt zum XXVIII. Weltjugendtag in Rio de Janeiro.

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