Ausstellung von Raoul Rossmy Die Sünde auf Leinwand

16.05.2019

Pastoralassistent und Künstler Raoul Rossmy geht mit seiner Ausstellung dem Ursprung der Sünde nach.

Raul Rossmy malt den Ursprung der Sünde.
Raul Rossmy malt den Ursprung der Sünde. © privat

München – Was ist der Ursprung des Bösen? Woher kommt die Sünde der Welt, von der wir Menschen erlöst werden müssen? Warum bin ich erlösungsbedürftig? Warum scheitern wir Menschen darin den Himmel auf Erden zu schaffen, das Paradies zurückzugewinnen? Diesen Fragen stellt sich Raoul Rossmy in einer neuen Ausstellung. In vier großen Gemälden geht der Theologe und Sakralkünstler den Mythen über die Entstehung der Welt nach: Zwischen dem Griff des Luzifers nach dem Thron Gottes, Evas nach der Frucht und Kains nach dem Stein bereiten die ersten Kapitel der Genesis die Bühne für das spätere Heilsgeschehen. Doch noch reißen die Akteure an den eigenen Ängsten scheiternd die ganze Welt in den Abgrund, in die fortschreitende Trennung von Gott.

Auf viermal sechs Quadratmetern vergegenwärtigt er das Geschehene und lässt den Betrachter in die Augen derer blicken, die doch nur die eigenen Ängste und Schwächen widerspiegeln. (pm)

Die Vernissage findet in St. Johann Baptist am 25. Mai um 19 Uhr statt. Thomas Frey gestaltet sie mit Orgelmusik. Rossmy bietet dort an zwei Mittwochabenden um 18.30 Uhr kostenlose, jeweils einstündige Führungen an, bei denen er Einblicke in Motivik, Entstehung und Theologie seiner Werke gibt: am 5. Juni zum Thema „Die himmlische Unordnung – Die Engel und der Höllensturz“, am 26. Juni geht es um „Der Mensch – Adam und Eva; Kain und Abel“. In St. Ludwig wird im Rahmen des Gottesdienstes am 7. Juli um 10 Uhr in die Werke eingeführt. Nach der Messe ist Möglichkeit zur Begegnung mit dem Künstler. In St. Ludwig lädt Rossmy an folgenden Terminen jeweils um 19.45 Uhr zu Führungen ein: Donnerstag, 11. Juli, „Adam und Eva – Unsere Angst vor der Endlichkeit“, Donnerstag, 29. August, „Der gefallene Engel – Unsere Angst vor der Bedeutungslosigkeit“, Mittwoch, 11. September, „Kain und Abel – Unsere Angst vor dem eigenen Ungenügen.

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