Die Interkulturelle Woche beginnt Die Vielfalt feiern

22.09.2018

Vom 22. bis 28. September findet die Interkulturelle Woche statt. Im Erzbistum München und Freising gibt es dazu verschiedene Aktionen.

"Vielfalt verbindet" ist das Motto der diesjährigen interkulturellen Woche.
"Vielfalt verbindet" ist das Motto der diesjährigen interkulturellen Woche. © Holly Michele - stock.adobe.de

München – „Mit der Interkulturellen Woche (IKW) sollen die positiven Aspekte von gesellschaftlicher Vielfalt in Erinnerung gerufen und gefeiert werden.“ So fasst Maria Feckl vom erzbischöflichen Ordinariat in München den Grundgedanken der IKW zusammen, die vom 22. bis 28. September stattfindet. Feckl ist im Erzbistum federführend für die interkulturelle Woche zuständig und beschäftigt sich auch darüber hinaus viel mit den Themen Flucht, Asyl und Integration. „Wir wollen mit der interkulturellen Woche zeigen, was in diesem Feld sowieso schon alles gemacht wird“, sagt Feckl. Besonders der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer soll in den Fokus gerückt werden. „Die Ehrenamtlichen legen täglich viel Kreativität an den Tag, um Probleme zu lösen. Das ist gigantisch.“

Vielfalt verbindet

Schon seit 1975 gibt es die bundesweite Interkulturelle Woche. In diesem Jahr ist „Vielfalt verbindet“ das Oberthema. In einem gemeinsamen Vorwort schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonfernz, Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende des Rats der evangelischen Kirchen, Heinrich Bedford-Strohm und Metropolit Augoustinos von Deutschland, Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland: „Die Interkulturelle Woche dient der Begegnung zwischen „alten“ und „neuen“ Nachbarn: Im Austausch über den Alltag, im Gespräch über Gemeinsames und Unterscheidendes kann Vertrauen wachsen.“

Wir wollen zusammen tanzen“

Gleichzeitig biete die Interkulturelle Woche eine gute Gelegenheit, mit politischen Verantwortungsträgern über drängende Fragen ins Gespräch zu kommen. Zu diesen Fragen gehören etwa die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer oder die Aussetzung des Familiennachzugs, die für Diskussionen gesorgt hat. „Der Schutz der Familie steht im Grundgesetz und ist auch der Kirche besonders wichtig“, sagt Feckl. Deshalb sei es wichtig, in der IKW auf diese Themen aufmerksam zu machen. Die Woche soll also zweierlei leisten: Aufmerksam machen auf das, was nicht gut läuft, aber auch das feiern, was gelingt. Maria Feckl: „Wir wollen zusammen tanzen.“

In München findet am Sonntag, 23. September, um 17.30 Uhr im Liebfrauendom der Gottesdienst der Nationen statt, zelebrieren wird Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg. „Der Gottesdienst ist seit vielen Jahren ein Kernelement der interkulturellen Woche“, sagt Maria Feckl. Schon einen Tag vorher gibt es zum Auftakt ab 14 Uhr einen Tag der offenen Tür im Evangelischen Migrationszentrum in der Bergmannstraße. Darüber hinaus wird es in München jeden Tag einen anderen Programmpunkt geben, zum Beispiel eine Konzertlesung, einen Stadtrundgang sowei Mini-Sprachkurse. Das Abschlussfest am Freitag, 28. September, um 17 Uhr im Korbiniansaal des Caritasverbandes in der Lämmerstraße 3 steht unter dem Motto Erlebnis „Äthiopien & Eritrea“ – Lernen und Feiern“.

Anmeldung zu den Aktionen unter 0800/0005802 oder an kontakt@willkommen-in-muenchen.de. Alle Veranstaltungen im Erzbistum findet man hier.


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