72-Stunden-Aktion "Die Welt ein Stückchen besser machen"

22.05.2019

Am Donnerstag fällt der Startschuss für die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Projektleiter Sebastian Appolt gibt im Interview Einblicke in die vielfältigen Projekte im Erzbistum.

Maskottchen Stoppi ist auch mit dabei
Maskottchen Stoppi ist auch mit dabei. © BDKJ Bundesstelle

mk online: Die letzte 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend liegt bereits sechs Jahre zurück. Was ist heuer anders?
Sebastian Appolt: Ich glaube, von den Projekten her ist sie etwas bunter geworden. Die Projekte gehen stärker in den Bereich Politik – das verbindet sich mit der Europawahl, die am Sonntag stattfindet. Viele beschäftigen sich aber auch mit den Themen Nachhaltigkeit und Ökologie. Das sind einfach wichtige Themen für junge Menschen geworden. Ansonsten gibt es gar nicht so große Unterschiede.

mk online: „Do it“ und „get it“ sind wichtige Schlagworte. Was verbirgt sich dahinter?
Appolt: Dabei handelt es sich um die verschiedenen Projektformen. Bei der „Do-it-Variante“ suchen sich die Jugendlichen selbst ein Projekt, das sie in 72 Stunden umsetzen möchten. Bei der „Get-it-Variante“ bekommen sie ein Projekt zugeteilt.

Sebastian Appolt
Sebastian Appolt © BDKJ

mk online: Warum werden diese beiden Projektarten angeboten?
Appolt: Weil Gruppen ganz unterschiedliche Anknüpfungspunkte haben. Manche sind sehr kreativ und haben viele Ideen im Voraus. Andere sind das vielleicht nicht oder möchten lieber eine Vorgabe haben und spontaner reagieren können. Für diese Gruppen eignet sich die „Get-it-Variante“ einfach gut.

mk online: Welche Projekte werden bei der diesjährigen Aktion im Erzbistum München und Freising umgesetzt?
Appolt: Viele Blühstreifen werden entstehen, viele Insektenhotels. Es wird Projekte geben zu dem Thema „plastikfrei leben“. Jugendliche wollen auch vielerorts Bibelgärten anlegen, ein Märchenwald wird renoviert, eine DLRG-Gruppe will den Tegernsee von Müll befreien. Es gibt Projekte zur Europawahl und vieles, vieles mehr. Immerhin haben sich etwa 170 Gruppen aus dem Erzbistum angemeldet.

mk online: Was geschieht nach den 72 Stunden, wenn das Projekt – voraussichtlich – abgeschlossen ist?
Appolt: Wir hoffen, dass die Projekte weiterwirken und die Jugendlichen merken, es macht Spaß aktiv und sozial tätig zu sein – und bleiben an dem Projekt dran. Aber wir wissen auch, dass viele junge Menschen auch jetzt schon sehr engagiert sind. Wir denken, dass durch die Projekte neue Beziehungen entstehen werden. Und wir denken auch, dass viele Menschen danach sagen werden: „Wir sind dankbar, wir haben etwas Tolles auf die Beine gestellt.“ Und dann feiern wir alle zusammen ein großes Dankefest am 1. Juni auf dem kirchlichen Gelände in der Preysingstraße in München.

mk online: Welche Message möchten Sie den Jugendlichen mit auf den Weg geben?
Appolt: Packt es an, zeigt, dass ihr solidarisch handeln und die Welt so ein Stückchen besser machen könnt. (Interview: Céline Kuklik)

Die Autorin
Céline Kuklik
Volontärin
c.kuklik@st-michaelsbund.de

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Die 72-Stunden-Aktion

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