Urlaubslektüre Diese Bücher haben Geistliche geschrieben

19.07.2019

Endlich Urlaub, endlich Zeit um mal wieder in aller Ruhe ein gutes Buch zu lesen! Hier finden Sie drei Lesetipps.

Im Urlaub sich Zeit nehmen für ein gutes Buch.
Im Urlaub sich Zeit nehmen für ein gutes Buch. © Jenny Sturm - stock.adobe.com

1. „Auch Petrus ist mal ausgerastet“ von Pfarrer Thomas Schwartz

Die Bibel ist immer noch das meisterverkaufte Buch aller Zeiten. Etwa 3 Milliarden Menschen haben eine gekauft. Die Bibel zu lesen ist aber gar nicht so leicht, weil die Sprache ziemlich angestaubt ist. Und genau da will Pfarrer Thomas Schwarz aus Mering Abhilfe schaffen. In seinem Buch „Auch Petrus ist mal ausgerastet“ zeigt er auf unterhaltsame Weise, so super heilig sind die Bibelfiguren oft gar nicht: „Die konnten granteln und schimpfen, die konnten lachen und Witze reißen, die konnten geizig und großzügig sein. Und da deutlich zu machen, dass man keine Angst vor ihnen haben muss, fand ich ein ganz wichtiges Unterfangen, weil dann bekommt man die Angst vor dem Buch der Bücher ein bisschen genommen und auch vor dem Glauben, den diese Menschen ja pflegten“, so Pfarrer Schwartz.

2. „Jessas, Maria und Josef“ von Pfarrer Rainer Maria Schießler

Seit 25 Jahren arbeitet Rainer Maria Schießler in Sankt Maximilian im Münchner Glockenbachviertel. Mit SEINER Kirche geht er oft hart ins Gericht und bekommt dafür viel Zuspruch. Sein letztes Buch: „Himmel, Herrgott, Sakrament“ war ein absoluter Bestseller. Jetzt gibt es ein weiteres Werk „Jessas, Maria und Josef“. Darin sagt er: In der Kirche muss sich sofort was ändern! „In diesem Buch geht es ja vor allem darum, dass ich Nähe für meine Kirche einfordere, dass ich sage, wir müssen wirklich schauen, wo wir bleiben. Wir sind in einer ganz schwierigen Situation […] und wie würde meine Mama anfangen? Sie würde sagen `Jessas, Maria und Josef, wie schaut‘sn do aus?´.“Ob Nachwuchssorgen bei Priestern, das Pflicht-Zölibat oder die vorherrschende Sexualmoral der Kirche – Pfarrer Rainer Maria Schießler packt alle Themen an.

3. „Steht auf! – Frauen im Markus-Evangelium als Provokation für heute“ von Abt Johannes Eckert

Auch der Abt der Benediktiner-Klöster Sankt Bonifaz in München und Andechs nimmt in seinem Buch ein Thema in den Blick, das viele Menschen umtreibt: die Rolle der Frauen in der katholischen Kirche. Abt Johannes Eckert zeigt anhand der Frauen im Markus-Evangelium, dass sich etwas mehr Mut durchaus lohnen kann. Er stellt kritische Fragen, wie zum Beispiel „wie geht es weiter mit dem Dienst in der Kirche? Ist er wirklich nur Männern vorbehalten? Oder müssen wir da einen anderen Blickwinkel einnehmen? Der Titel des Buches lautet: "Steht auf! Frauen im Markus-Evangelium als Provokation für heute"


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