Die sieben besten Tipps fürs Krippenspiel Doppelbesetzung und Gänseblümchen

19.12.2016

Es gehört in jeder Kirche zu Heiligabend: das Krippenspiel. Was gibt es zu beachten, damit es ein Erfolg wird? Wir haben die besten Tipps zusammengestellt.

Krippenspiel - Puppe oder echtes Baby? © SMB/sschmid

Die sieben besten Tipps fürs Krippenspiel:

Tipp Nummer 1: Die Rollenvergabe – genaue Regeln vorgeben!

„Grundsätzlich darf jeder sagen, wen er gerne spielen möchte“, erzählt Pastoralreferentin Gerlinde Singer aus Frieden Christi. „Aber“, meint sie „es gibt jedes Jahr Rollen, die jeder spielen möchte und Rollen, die die keiner haben möchte. Die Maria sei sehr beliebt, da habe sie die klare Regel, das älteste Mädchen, dass noch in keinem Jahr zuvor dran war, darf die Maria spielen. Der "absolute Ladenhüter" hingegen, sei der Josef. Jungs sei es im Krippenspiel peinlich, neben einem Mädchen so eine Rolle zu spielen. Deshalb greift die Pfarrei Frieden Christi seit einigen Jahren zu unkonventionellen Mitteln: den Josef spielt jetzt ein Mädchen – auch kein Problem.

Tipp Nummer 2: Abwechslung bei der Geschichte

Natürlich geht es beim Krippenspiel immer um die Weihnachtsgeschichte – aber immer die gleiche Aufführung, das war Pastoralreferentin Gerlinde Singer, die dieses Jahr in Frieden Christi ihr vierzehntes Krippenspiel inszeniert, schnell zu langweilig. Bei ihr muss deshalb immer wieder eine neue Textvorlage ran. Im aktuellen Stück stehen die guten Hirten im Mittelpunkt.

Tipp Nummer 3: Doppelbesetzung bei zu vielen Interessenten

Die Motivation aufrecht erhalten – das ist besonders bei Kindern wichtig. Deshalb sei es wichtig, so Singer, für jeden der mitmachen möchte auch eine Rolle zu finden. Das sei aber nie ein Problem, sagt sie. So wären beispielsweise beim Krippenspiel 2016 die Wirtsrollen doppelt besetzt. Die Kinder haben sich selbst noch ein paar Sätze überlegt und öffnen jetzt Maria und Josef zu zweit die Tür –so ist jeder zufrieden.

Tipp Nummer 4: Kulisse und Kostüm – das Rad muss nicht jedes Jahr neu erfunden werden

Die Kulissen und Kostüme in Frieden Christi sind eindrucksvoll. Das liegt daran, so Singer, dass sie viele Jahre gesammelt hätten. Es muss nicht jedes Jahr alles neu sein – eine andere Kombination der Kulissen verändert den Eindruck völlig und reicht aus. Die Pfarrei verwendet sie sogar oft ein paar Tage später für die Musical-Aufführung nochmal.

Tipp Nummer 5: Krippenspiel ist keine Theateraufführung – das verstehen schon die Kleinsten

Natürlich ist es schön, wenn alles gut läuft und dann darf auch am Heiligabend in der Kirche geklatscht werden: Aber, so Gerlinde Singer, es sei wichtig den Kindern klar zu machen, dass ein Krippenspiel eine Botschaft hat und dass es nicht eine x-beliebige Theateraufführung für Mama, Papa und Großeltern sei. Natürlich freuen sich die Kinder auf den großen Auftritt, aber sie sollten auch verstanden haben, dass es um eine Aufführung ist der Kirche geht – und da wird nicht rumgebrüllt, nicht rumgelaufen und nicht getobt – auch nicht in den Proben. Geprobt wird deshalb immer in der Kirche. Das nimmt außerdem auch die große Aufregung. Wer die Umgebung schon gut kennt, geht gelassener ins Krippenspiel.

Tipp Nummer 6: Gänseblümchen gegen Lampenfieber

Ein bisschen Lampenfieber darf beim großen Auftritt sein, auch in der Kirche. Hirtin Johanna gibt da den Ratschlag. „Ich denke dann immer an etwas Beruhigendes – meist an ein Gänseblümchen.“

Tipp Nummer 7: Spontanität ist erlaubt

Es gibt Dinge, die kann man nicht vorplanen. Eine der schönsten Erinnerungen ans Krippenspiel in der Pfarrei Frieden Christi kam so zustande. „Da hatte ein Schauspieler ein kleines Geschwisterchen bekommen und weil das am Heiligen Abend in der Kirche so ruhig und brav war, haben wir uns spontan entschlossen, die Christkindpuppe gegen das echte Baby einzutauschen. Das war ein ganz besonderer Moment als das lebendige Kind in der Krippe lag, den werde ich nie vergessen“, erzählt die Pastoralreferentin. Aber so etwas sei nicht planbar, sondern man müsse den Mut haben es in der Situation zu entscheiden.

(Stefanie Schmid)

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