Ehrenamt stärken Ehrenamtliche sind wichtige Säulen der Gesellschaft

16.10.2017

Sie sind Pfarrgemeinderatsmitglieder, Trainer im Sportverein oder auch Mitarbeiter in Büchereien: die Ehrenamtlichen. Ohne ihre Hilfe wäre vieles in unserer Gesellschaft nicht möglich.

Ohne Ehrenamtliche geht in vielen Bereichen nichts.
Ohne Ehrenamtliche geht in vielen Bereichen nichts. © imago/epd

Egal ob im Breitensport, in der Bildung oder im sozialen Bereich: Ehrenamtliche stopfen Lücken, die sonst nicht gefüllt werden könnten. Ich gehe sogar noch weiter: Ehrenamtliche sind die Säulen unserer Gesellschaft. Denn ohne Engagement würden wir nur nebeneinander her leben – nicht aber miteinander. Kirche macht da keine Ausnahme: ohne ehrenamtliches Engagement würden in vielen Pfarreien und Pfarrverbänden zahlreiche Angebote nicht mehr zustandekommen. In Zeiten des Seelsorgermangels müssen Ehrenamtliche in die Bresche springen. Besonders sichtbar wird das bei Wort-Gottesfeiern. Oft stehen da nicht nur hauptamtliche Seelsorger am Altar, sondern immer häufiger auch engagierte Katholiken, die diese Gottesdienste leiten. Der Diözesanrat im Erzbistum München und Freising hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Arbeit der Ehrenamtlichen zu stärken. Am vergangenen Wochenende hat sich das Laiengremium im Erzbistum damit intensiv auseinandergesetzt.

Die Kirche muss flexibel sein

Eines ist bereits in vielen Studien zu dem Thema herausgearbeitet worden: Zahlreiche Bürger sind bereit zum Ehrenamt, sie wollen sich aber nicht mehr wie früher dauerhaft binden. Viel lieber arbeiten sie projektorientiert. Für einen gewissen Zeitraum zu einem bestimmten Thema. Dass Kirche da flexibel ist, hat sie nicht zuletzt in der Flüchtlingskrise bewiesen. Diese Flexibilität muss sie jetzt auch in den anderen kirchlichen Feldern zeigen. Das fordert auch der Generalvikar des Erzbistums. Ein richtiger Weg. Der wird in Teilen auch schon beschritten. Zum Beispiel bei der Erstkommunions- oder Firmvorbereitung. Peter Beer, der Generalvikar, hat auch vorgeschlagen, Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam fortzubilden – damit beide Seiten auf Augenhöhe miteinander an Projektthemen arbeiten können und die Ehrenamtlichen nicht mehr nur Lückenbüßer sind. Richtig! Denn wir alle sind Kirche, nicht nur die geweihten Häupter, oder die Hauptamtlichen. Und Kirche oder kirchliches Leben kann nur gelingen, wenn wir ohne Standesdünkel gleichberechtigt zusammenarbeiten. In der Katechese, also der Glaubensvermittlung, wie in der Seelsorge oder auch den caritativen Hilfsangeboten der Kirche. Sonst ist Kirche nur eine Ansammlung von Menschen, die zufällig an das Gleiche glauben.

Audio

Ehrenamt stärken

Datei herunterladen

Der Autor
Christian Moser
Radio-Redaktion
c.moser@st-michaelsbund.de


Das könnte Sie auch interessieren

Drei konkrete Vorschläge hatte Generalvikar Peter Beer mit im Gepäck.
© Kiderle

Vollversammlung des Diözesanrats Vom Lückenbüßer zum "Spezialisten für Wandel"

Die Vollversammlung des Diözesanrats im Erzbistum beschäftigte sich mit der Zukunft des Ehrenamts. Generalvikar Peter Beer hatte dazu drei konkrete Vorschläge mit im Gepäck.

16.10.2017

CSU-Vorsitzender Horst Seehofer und CDU-Chefin Angela Merkel stellten am Montag, 9. Oktober, den Unionskompromiss zur Flüchtlingspolitik der Presse vor.
© imago/IPON

Kardinal Reinhard Marx und die Union Ausgesprochen, was viele denken

Kardinal Reinhard Marx habe klare Worte zum Obergrenze-Kompromiss von CDU und CSU gefunden, kommentiert Susanne Holzapfel.

11.10.2017

Auf WhatsApp teilen