Rätsel lösen Ein „Escape Room“ zur Bibel

26.03.2018

Wer hat Jesus verraten? Diese Frage mussten Jugendliche lösen, um einen verschlossenen Raum wieder verlassen zu können. Dazu mussten einige Codes geknackt werden. Ob sie erfolgreich waren?

Beim Escape Game mussten viele Rätsel gelöst werden.
Beim Escape Game mussten viele Rätsel gelöst werden. © Katharina Zöpfl

Freising – Eingesperrt in einen Raum, gemeinsam mit einer Gruppe von Menschen und einer Menge von Rätseln, die es in detektivischer Arbeit zu lösen gilt um den Schlüssel zur Freiheit zu finden – was sich wie ein Abenteuerroman anhört, ist ein immer bekannter werdendes Spiel, das in verschiedenen Städten an unterschiedlichen Standorten angeboten wird. Die sogenannten „Escape-Rooms“ erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Je nach Vorliebe können die Gruppen sich für ein bestimmtes Themengebiet entscheiden, nachdem die Rätsel ausgerichtet und die Räume dekoriert sind.

Strategisches Geschick war gefragt

Diesen Trend hat auch die Jugendstelle Freising aufgegriffen und einen Bibel-Escape-Room für Jugendliche organisiert. Passend zum nahenden Osterfest drehte sich alles um die Frage: „Wer hat Jesus verraten?“. Neben dem Täter müssen auch Tatort, Motiv und Waffe herausgefunden werden. In der Mitte des „Escape-Rooms“ befindet sich eine mit Tellern und Besteck angerichtete Tafel, die an das letzte Abendmahl erinnert.

Überall sind Hinweise versteckt, die es zu entschlüsseln gilt. Mit strategischem Geschick können beispielweise die Sitzordnung der Jünger nachvollzogen und verschiedene Zahlenkombinationen aneinandergereiht werden. Mithilfe dieser lässt sich dann ein Schloss nach dem anderen knacken, hinter denen wiederum weitere Hinweise und schließlich die Lösung zu finden ist.

Großer zeitlicher und materieller Aufwand

Mit von der Partie ist auch Jonas Riedel. Der 19-jährige ist BDKJ-Vorstand in Freising und kann sich gut vorstellen, weitere Bibel-Escape-Rooms mit Jugend- und Firmgruppen zu veranstalten. Nachdem das letzte Schloss innerhalb des Zeitlimits von einer Stunde geknackt wurde, macht sich große Erleichterung breit. „Am Anfang war es doch eine große Fülle von Hinweisen. Aber nach und nach hat sich der Wald gelichtet und ich bin froh, dass wir es in einer Stunde geschafft haben!“, freut sich Jonas.

Auch Jugendreferentin Bernadette Cußmann von der Jugendstelle Freising, die das Spiel organisiert und vorbereitet hat, ist glücklich, dass alles planmäßig verlaufen ist: „Es war doch ein sehr großer zeitlicher und materieller Aufwand. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht und ich finde, die Mühe hat sich rentiert!“

Die Katholische Jugendstelle Freising ist eine von 26 Jugendstellen des Erzbischöflichen Jugendamtes München und Freising. Sie ist für die Unterstützung der kirchlichen Jugendarbeit in den Dekanaten Freising, Weihenstephan, Moosburg und Scheyern zuständig. (Katharina Zöpfl)


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