"Aktion Lila Stola" Ein Zeichen für das Diakonat der Frau

25.09.2019

Gleichberechtigung von Männern und Frauen in allen kirchlichen Ämtern und Aufgaben – das symbolisiert das Tragen einer lila Stola bei der Diakonenweihe am Samstag, 28. September, im Liebfrauendom.

Schon im Jahr 2008 fand vor dem Paderborner Dom die "Aktion lila Stola" statt
Schon im Jahr 2008 fand vor dem Paderborner Dom die "Aktion lila Stola" statt © epd - imago images

München – Am Samstag, 28. September 2019, findet von 8.30 bis 9.15 Uhr bei den Türen des Münchner Liebfrauendoms anlässlich der Diakonenweihe wieder eine „Aktion Lila Stola“ statt. Dazu laden die katholischen Münchner Frauenverbände und Reformgruppen herzlich zum Mitmachen ein. Mit dem Tragen einer lila Stola oder eines lila Tuchs soll erneut ein Mahnzeichen gesetzt werden, wie dringlich die Einführung des Diakonats für Frauen als erster Schritt der Gleichberechtigung von Frauen in allen kirchlichen Aufgaben und Ämtern ist. Die baldige Einführung des Frauendiakonats wäre ein ernsthaftes und glaubwürdiges Zeichen der römisch-katholischen Kirche, den vielen Worten des Veränderungswillens endlich auch wahrnehmbare Taten folgen zu lassen.

Frauen halten Kirche am Leben

Für die Rückgewinnung von Glaubwürdigkeit nach den verheerenden Missbrauchsskandalen ist die Gleichberechtigung der Frauen ein längst überfälliger Schritt systemischer Korrekturen. Frauen halten die Kirche an den meisten Orten der Erde am Leben. Deshalb ist die Einführung des Frauendiakonats nur die Bestätigung des diakonischen Handelns, das vielerorts schon von Frauen gelebt wird. Die menschenrechtswidrige Verweigerung der Gleichberechtigung gegenüber Frauen muss endlich beendet werden. Bereits die früheste Kirche hatte Diakoninnen.

Unterstützung für Kardinal Reinhard Marx

Mit der „Aktion Lila Stola“ soll zugleich Erzbischof Kardinal Marx der Rücken gestärkt werden, sich bei der Vorbereitung des Synodalen Weges in Deutschland wie auch bei der Pan-Amazonas-Synode im Oktober 2019 in Rom für das Frauendiakonat einzusetzen. Veranstaltet wird die „Aktion Lila Stola“ von den Münchner Reformgruppen Gemeindeinitiative, Münchner Kreis und Wir sind Kirche sowie von den Diözesanverbänden München und Freising des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) und der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). (pm)

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